07.06.2019 | Von Bernhard Raos

Grösster Indexanbieter forciert ESG

Der S&P Dow Jones Indices erweitert seine ESG-Vehikel um 22 neue regionale und Länder-Indizes.

S&P(Bildquelle:ipopba/iStock/Getty Images Plus)

Die Abdeckung mit ESG-Indizes wird umfassender, nachdem der weltgrösste Indexanbiete S&P Dow Jones Indices (S&P DJI) weitere 22 ESG-Versionen lanciert. Diese decken bekannte Länder- und Regionen-Indizes für Large- und Mid-Caps in Nord- und Südamerika, Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) sowie Asia-Pacific (APAC) ab. Sie verwenden verbesserte ESG-Scores, welche Aufnahme oder Ausschluss bestimmter Titel unterstützen.

Der Index-Leader kooperiert in Sachen ESG mit SAM, einer spezialisierten Division von RobecoSAM. Letztere hat Expertise in der Produktion von aussagekräftigen ESG-Daten. Überwacht werden die neuen ESG-Scores durch die Governance Group von S&P DJI. Diese ESG-Scores sind auch als Stand-Alone-Tool für Research- und Investmentzwecke erhältlich.

Kein Tabak, keine kontroversiellen Waffen

Erstellt werden die neuen Indizes auf Basis der ESG-Scores, der Geschäftsfelder der Aktiengesellschaften sowie des UN Global Compact (UNGC). Konkret: Ausgeschlossen sind Firmen, die Tabak produzieren beziehungsweise tabakbezogene Produkte oder Dienstleistungen für Tabak anbieten, sofern der daraus generierte Umsatz über zehn Prozent am Gesamtumsatz beträgt.

Der Bannstrahl trifft auch Firmen, die mit kontroversiellen Waffen geschäften oder über relevante Beteilungen an entsprechenden Firmen verfügen.  Nicht in den neuen ESG-Indizes enthalten sind ferner Firmen, die niedrige UNGC-Scores aufweisen sowie Firmen, die in ihrer Branche im untersten Quartil gemäss ESG-Scores liegen.

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