Aktien

Aktien bringen Liquidität, aber Volatilität ins institutionelle Portfolio

Vermögen in Aktien anzulegen, kann ertragreich sein. Investoren können sich an dieser Asset-Klasse allerdings auch die Finger verbrennen. Auf die richtige Mischung im Portfolio kommt es an.

Aktien sind Wertpapiere, die das Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) in kleinere Anteile zerlegen und die Teilhaberechte an ihr verbriefen. Durch den Erwerb von Aktien auf dem Aktienmarkt werden dem Anteilseigner einer Aktiengesellschaft bestimmte Mitgliedsrechte zugesprochen und er wird als Aktionär zum Miteigentümer an der AG. Aktien werden von einer Aktiengesellschaft hauptsächlich als Finanzierungsinstrument zur Beschaffung von Eigenkapital eingesetzt. Der Kurswert der Aktie wird im täglichen Börsengeschäft bestimmt.

Der Kurseinbruch an den weltweiten Börsenplätzen im März 2020 infolge der Corona-Krise war historisch. Über 30 Prozent rauschten die Notierungen in den Keller – nicht nur in New York und Frankfurt, sondern überall in der Welt. Dabei hatte das Jahr ganz gut angefangen. Anleger zeigten sich sehr optimistisch, was die Asset-Klasse betrifft. er DAX verlor am 9. März allein schon 7,5 Prozent. In Japan lag das Minus bei über 8 Prozent.

In New York wurde zwischenzeitlich der Handel ausgesetzt , zum ersten Mal seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Die Ölpreise fielen ins Bodenlose. Weltweit flohen Investoren aus dem Risiko in die vermeintlich sicheren Häfen wie Gold und japanischer Yen.

Institutionelle Investoren und Aktien

Eine Umfrage von J.P. Morgan Ende 2019 ergab, dass Aktien bei institutionellen Anlegern beliebt sind. Die Hälfte der befragten professionellen Anleger sah zu dem Zeitpunkt Aktien in den kommenden Monaten als erfolgversprechendste Anlageklasse. Rund 21 Prozent setzen dagegen auf Gold, gefolgt von jeweils 10 Prozent für Hochzins-Anleihen und Alternative Anlagen. Befragt wurden 350 institutionelle Investoren zur Entwicklung von Kapitalmärkten, Anlageklassen und Regionen sowie zur geplanten Portfolio-Allokation.

Gute Startbedingungen für das Börsenjahr 2020 sah auch die Union Investment.  „Aktien sind attraktiv, weil sie über Dividenden höhere laufende Erträge als andere Assetklassen generieren. Das wird sich im Jahresverlauf kurstreibend auswirken“, sagte Jens Wilhelm, Vorstand von Union Investment, Portfoliomanagement.

Aktien-ETFs sind ebenfalls schwungvoll ins Jahr 2020 gestartet. Im Januar 2020 flossen dem globalen ETF-Markt 55,7 Milliarden Euro zu, davon der größte Teil in Aktien-ETFs, teilte Amundi mit. Bereits Ende 2019 hatte Amundi berichtet: Im Oktober haben die ETF-Anleger weltweit hauptsächlich in Aktien investiert.

Anlagestrategien von institutionellen Investoren haben sich in der letzten Zeit vor allem in Bezug auf ESG geändert. Nachhaltigkeit spielt bei der Aktienauswahl heute für viele eine große Rolle. So streichen zum Beispiel viele Asset Manager wie Blackrock Kohle aus ihren Portfolien.

Das Ergebnis des Pension Monitors von Insight Investment in Kooperation mit der Frankfurt School of Finance und Management von Dezember 2019 überraschte hingegen: Investoren, die höhere Pensionsrisiken eingehen, werden dafür demnach nicht kompensiert. Erklärungsansätze müssen noch gefunden werden.

 

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