Laut dem World Gold Council flossen Gold-ETFs im April 9,3 Milliarden US-Dollar zu. Die Goldbestände kletterten auf ein neues Allzeithoch von 3.355 Tonnen.

Die verwalteten Vermögenswerte (AUM) erreichten bei steigendem Goldpreis ebenfalls ein neues Rekordhoch von 184 Milliarden US-Dollar. Ähnlich hohe Zuflüsse hatten Gold-ETFs  bereits in den Jahren 2009 und 2016 verzeichnet.

Getrieben wird die Nachfrage der institutionellen Investoren von der Ungewissheit über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Covid-19 sowie durch die Interventionen der Zentralbanken. “Das anhaltende Rekordwachstum für goldbesicherte ETFs zeigt, dass die Anleger die Rolle von Gold als Wertsicherungsmittel und Quelle von Liquidität und Erträgen schätzen”, sagt Juan Carlos Artigas, Leiter Research beim World Gold Council. “Die starke Investment-Nachfrage nach Gold ist nicht überraschend, da Gold sich wiederholt als wirksames Absicherungsmittel unter komplexen und schwierigen Marktbedingungen, einschließlich der globalen Finanzkrise und der aktuellen Covid-19-Pandemie, bewährt hat.”

Britische Gold-ETFs mit hohen Zuflüssen

Besonders viele Zuflüsse verzeichneten ETFs, die in Nordamerika sowie im Vereinigten Königreich gelistet sind. In den USA flossen 7,8 Milliarden US-Dollar in ETFs. Dies entspricht einer Menge von 144 Tonnen des Edelmetalls.

Goldfonds mit Sitz im Vereinigten Königreich konnten im vergangenen Monat regionale und globale Marktanteile erobern. Sie machen nun 46 Prozent der europäischen Vermögenswerte und 21 Prozent der globalen Vermögenswerte aus”, so Artigas. In Europa insgesamt verzeichneten Gold-ETFs einen Zufluss von 1,1 Milliarden US-Dollar. Die asiatischen Fonds – vor allem in China – schlossen den Monat ebenfalls mit relativ starken Zuflüssen (206 Millionen US-Dollar).

Starke Assetklasse in der Krise

Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um 11 Prozent gestiegen. Damit ist das Edelmetall zurzeit die erfolgreichste Assetklasse. “Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, da die Anleger mit der anhaltenden Markt- und sozialen Unsicherheit und den Auswirkungen der Interventionen der Zentralbanken zu kämpfen haben”, sagt Artigas.

Die Goldnotierungen kletterten im April über die Marke von 1.700 US-Dollar pro Unze. Das ist der höchste Stand seit 2012. Damit liegt der Goldpreis in US-Dollar zwar noch 10 Prozent unter dem Allzeithochs. Anders sieht es aber in anderen Währungen aus. So erzielte das Edelmetall Allzeithochs in allen bedeutetenden Währungen, nämlich in australischem und kanadischem Dollar, in Euro, Pfund, Yen, Yuan und Schweizer Franken.

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