Pensions-Sicherungs-Verein legt den Geschäftsbericht 2021 vor

Der Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG) hat den Geschäftsbericht 2021 für sein 47. Geschäftsjahr veröffentlicht. Das Schadenvolumen lag im Jahr 2021 mit 725 Millionen Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (1.591 Millionen Euro). Der Rückgang des Schadenvolumens war auf das rückläufige Insolvenzgeschehen und die deutlich gesunkene Zahl an Großschäden von elf (im Vorjahr 39) zurückzuführen. Der PSVaG war in 282 Sicherungsfällen (im Vorjahr 523) eintrittspflichtig. Aus diesen waren 14.400 Renten und Anwartschaften zu übernehmen. Rückflüsse aus Insolvenzforderungen in Höhe von 193 Millionen Euro haben das Schadenvolumen reduziert. Im Jahr 2021 hat der PSVaG 61 Millionen Euro direkt an Versorgungsberechtigte gezahlt. Darüber hinaus zahlte das Konsortium, über das der PSVaG Rentenleistungen versichert, 922 Millionen Euro.

Der Beitragssatz für das Geschäftsjahr 2021 betrug 0,6 Promille. Dies war der niedrigste Beitragssatz seit dem Jahr 2016 und der drittniedrigste in der Geschichte des PSVaG. Der durchschnittliche Beitragssatz der letzten zehn Jahre liegt bei 2,1 Promille und über alle bisherigen 47 Geschäftsjahre beträgt er 2,7 Promille.

Für die im Jahr 2007 begonnene Nachfinanzierung der sogenannten „Altlast“ – aus Insolvenzen bis einschließlich 2005 gesicherte, aber bis dahin noch nicht finanzierte unverfallbare Anwartschaften – war ein Einmalbeitrag von 2,2 Milliarden Euro zu erheben. Dieser wurde in 15 Raten fällig. Am 31.03.2021 wurde die letzte Rate in Höhe von 64 Millionen Euro gezahlt.

Das Schadenaufkommen in den ersten Monaten 2022 liegt auf dem Vorjahresniveau. Für die weitere Entwicklung kann insbesondere wegen der unkalkulierbaren wirtschaftlichen (Spät-)Folgen durch die Corona-Pandemie sowie der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs derzeit keine verlässliche Prognose abgegeben werden. Wir rechnen in 2022 mit einer sich normalisierenden Schadenentwicklung. Auch das Marktumfeld für Kapitelanlagen bleibt herausfordernd. Für 2022 erwarten wir weiterhin hohe Schwankungen bei Kursen und Renditen.

https://www.psvag.de/fileadmin/doc/220/pressemitteilungen/pressemitteilung_zum_jahresabschluss_2021.pdf

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