02.07.2019 | Von Bernhard Raos

MSCI mit neuen Klima-Indizes

Die bestehenden MSCI-Klimaindizes werden durch Climate Change-Indizes erweitert.

Bildquelle: maxsattana/iStock/GettyImagesPlus

Institutionelle Investoren erhalten Unterstützung in Sachen Klimarisiken: MSCI bietet ein neues Tool, um Chancen und Risiken des Klimawandels bei Anlageentscheiden zu gewichten. Die MSCI Climate Change Indizes ergänzen bestehende Vehikel wie Low Carbon oder Global Environment. Grundlage ist eine einfache, regelbasierte Neugewichtungs-Methode.

So misst der Low Carbon Transition Score die Übergangsrisiken von Unternehmen hin zu einer CO2-armen Wirtschaftsweise. Berücksichtigt werden dabei sowohl die CO2-Emissionen wie auch die fossilen Brennstoffreserven. Zudem wird bewertet, ob die Unternehmen auf alternative Energien und Cleantech setzen. Laut MSCI sei frühes Handeln kostengünstiger. Die Daten, Analysen und Tools sind längerfristig auf eine maximale Klimaerwärmung von 1,5 Grad ausgelegt.

Die MSCI Climate Change Indizes begünstigen Cleantech-Unternehmen – diese sind in der neuen Benchmark doppelt so stark gewichtet. Zudem werden die sogenannten «stranded assets» zurückgefahren: Der Anteil thermischer Kohle ist um die Hälfte geringer und die Indizes enthalten viermal weniger Unternehmen, die CO2-intensive Produkte anbieten, als die zugrundliegenden Benchmarks. Die Indizes schliessen keine Unternehmen aufgrund ihrer Klima-Performance aus, unterstützen aber deren langfristiges Engagement für weniger Kohlenstoff-Emissionen.

 

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