Wenn die Berater von PricewaterhouseCoopers (PwC) richtig liegen, bekommen Asset Manager in den nächsten Jahren mehr zu tun. Gemäss der aktuellen PwC-Studie soll der Gesamtwert der Assets under Management bis in sechs Jahren weltweit auf 101,7 Billionen US-Dollar zulegen – ein Wachstum von jährlich sechs Prozent.
Angetrieben wird diese Entwicklung vor allem von Pensions- und Staatsfonds, die nach neuen Anlagemöglichkeiten suchen. Zudem wächst die Zahl vermögender Privatanleger aus den Schwellenländern, die auf die Expertise von Asset Managern vertrauen. Insbesondere institutionelle Anleger wie Pensionsfonds setzen dabei – so die Studie-Autoren – auf langfristig sichere Erträge und weniger auf kurzfristige Renditemaximierung.
Aktuell verwalten Asset Manager rund ein Drittel aller Vermögen von Pensions- und Staatsfonds, Versicherungen sowie reichen Privatanlegern. PwC geht davon aus, dass dieser Anteil auf etwa 50 Prozent steigen wird. Die wichtigsten Märkte bleiben zwar Nordamerika und Europa, aber die Schwellenländer holen stark auf. Das Kerngeschäft wird sich zudem verändern – hin zu mehr passiven Anlage-Strategien und alternativen Investments.
Die wachsenden Volumen sind das eine, die Erträge für die Asset Manager indes was anderes. Letztere dürften nämlich deutlich weniger rasch wachsen als die verwalteten Vermögen. Hauptgründe für die schwindenden Margen sind die zunehmende Regulierung und Technisierung der Branche. Mit der strengeren Regulierung werden die Gebührenmodelle des Asset Managements transparenter, was den Kostenwettbewerb verschärft. Zudem steigen die Anforderungen ans Reporting, was Investitionen in die IT-Infrastruktur und neue Technologien bedingt. Das Geschäft für Asset Manager wird anspruchsvoller.
