VZB zieht neue Konsequenzen

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Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) zieht nun auch offiziell Konsequenzen aus den Ereignissen der vergangenen Monate. Wie auf der Website des Versorgungswerks zu lesen ist, lädt das VZB seine Mitglieder am kommenden Samstag zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Zentraler Tagesordnungspunkt der Veranstaltung ist die Wahl eines neuen Verwaltungsausschusses. Die vorausgehende Abberufung des aktuellen Gremiums soll mit „sofortiger Wirkung“ erfolgen, heißt es weiter. Bereits freigestellt ist Direktor Ralf Wolthmann, der seit Anfang des Jahrtausends die Kapitalanlage verantwortete.

Der Verwaltungsausschuss ist laut Satzung das geschäftsführende Gremium des VZB. Er wird für die Dauer von fünf Jahren gewählt und beruft auch den Direktor. Damit wird Anfang April der erste Schritt für die Ernennung eines neuen Direktors gegangen.

Das VZB ist in den vergangenen Wochen aufgrund seiner außergewöhnlichen Investitionsentscheidungen in die Öffentlichkeit geraten. Abschreibungen in Höhe von 65 Millionen Euro schmolzen 2022 die Nettorendite des Hauses auf gerade einmal 0,64 Prozent ein. Der Rechnungssatz liegt bei 3 Prozent. Und die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Zuletzt musste Element Insurtech seine Insolvenz verkünden; das VZB ist Mehrteilseigner des Versicherungs-Startups. Auch berichtete die WirtschaftsWoche über mögliche Interessenskonflikte bei Immobilien-Investments des VZB.

Arrian Correns war Redakteur bei dpn. Er schrieb vor allem zu den Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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