Frankfurter Leben-Gruppe übernimmt Versicherungsbestand der Landeslebenshilfe

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Die Frankfurter Leben-Gruppe wird den Versicherungsbestand der Landeslebenshilfe übernehmen und somit ihre Plattform auf sechs Versicherungsbestände erweitern. Die Übertragung des Bestandes auf die Frankfurter Lebensversicherung AG erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliedervertreterversammlung der LLH und der Genehmigung durch die BaFin.

Mit dieser Transaktion kann die Frankfurter Leben-Gruppe ihre Rolle als spezialisierte Konsolidierungsplattform im Bereich der Lebensversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte in Deutschland weiter stärken. Dies ist die sechste Übernahme eines Versicherungsbestandes und die zweite Transaktion im Jahr 2023 für die Frankfurter Leben-Gruppe. Der übernommene Versicherungsbestand umfasst rund 11.000 Versicherungsverträge und insgesamt rund 150 Millionen Euro Kapitalanlagen. Für die Kunden der Landeslebenshilfe ändert sich durch die Übernahme nichts. Die Versicherungsverträge werden unverändert fortgeführt.

Im Mai erwarb die Frankfurter Leben-Gruppe mit der Generali Deutschland Pensionskasse AG ein deutlich größeres Unternehmensportfolio. Die Transaktion umfasste rund 150.000 Versicherungsverträge und insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro Kapitalanlagen.

Dieser Schritt kommt wenig überraschend. Die wesentlichen Trends in der Geschäftsentwicklung 2022 der Lebensversicherer, Pensionskassen und -fonds lassen sich wie folgt zusammenfassen: Betrachtet man die Lebensversicherer einschließlich der Pensionskassen und Pensionsfonds, so hat die bAV auch 2022 einen hohen Anteil am Gesamtergebnis der Beitragseinahmen der Lebensversicherer. Insgesamt ist der Anteil der bAV am Gesamtergebnis weiter angestiegen. Dazu tragen maßgeblich Direkt- und Rückdeckungsversicherungen bei. Sie bilden den Schwerpunkt des Neugeschäfts der bAV. Der Anteil der Pensionskassen am Neuzugang ist im Gegensatz dazu auf niedrigem Niveau unverändert im Neugeschäft stark rückläufig. Auch Bestand und Beiträge gehen zurück. Die Bafin hat unverändert die Situation bei den Pensionskassen verstärkt im Blick.

Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

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