Die europäische Finanzbranche steht im Jahr 2025 unter zunehmendem Druck. Unternehmen müssen wachsen und zugleich ihre Kosten im Griff behalten. Doch der aktuelle Branchenreport „The State of European Financial Services 2025“ des Technologieanbieters Sumsub zeigt: Strengere Regulierungen, steigende Betrugsfälle und ineffiziente Prozesse belasten das Geschäft erheblich.
Regulierung, Betrug, Ineffizienz
Über die Hälfte der befragten Unternehmen gibt an, mit immer komplexeren regulatorischen Anforderungen zu kämpfen. Gleichzeitig führen hohe operative Kosten, mangelnde Automatisierung und schlecht integrierte Systeme zu sinkender Effizienz. Besonders kostspielig ist der Umgang mit Betrugsfällen: Fast ein Viertel der Unternehmen verliert jährlich zwischen 500.000 und einer Million Euro. Zu den häufigsten Betrugsarten zählen Geldwäsche, gefälschte Dokumente und Kontoübernahmen.
Zwar setzen viele Anbieter auf hybride Lösungen bei der Transaktionsüberwachung, also einer Mischung aus Eigenentwicklung, Drittanbietern und manueller Kontrolle, doch die Umsetzung bleibt oft lückenhaft. Über die Hälfte bearbeitet Verdachtsmeldungen noch manuell oder nur teilautomatisiert. Vollständig automatisierte Systeme nutzen lediglich 43 Prozent. Das erhöht nicht nur den Aufwand, sondern auch das Risiko von Fehlentscheidungen.
Technologie als Weg aus der Krise
Für die Zukunft setzt die Branche auf technologische Lösungen. Künstliche Intelligenz, biometrische Authentifizierung und Blockchain-basierte Identitätsprüfung gelten als Schlüsseltechnologien. Sie sollen helfen, Prozesse zu verschlanken, Kosten zu senken und gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu sichern. Zugleich rechnen viele Unternehmen mit weiteren regulatorischen Verschärfungen, etwa im Bereich Transaktionsmonitoring oder bei Identifizierungsprozessen. Außerdem wird mit höheren Strafen bei Nichteinhaltung gerechnet. Dies fordert eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen und weitere Verbesserung der Prozesse.
