Die BASF Pensionskasse gehört mit ihrer mehr als 100-jährigen Historie zu den ältesten Einrichtungen. Sie zählte Ende 2013 über 96.000 Anwärter sowie fast 45.000 Leistungsempfänger. Obwohl die Leistungen die erhaltenen Beiträge überstiegen, ist das Anlagevolumen aufgrund der Kapitalerträge um 300 Millionen auf 6,6 Milliarden Euro angewachsen. Daran gemessen ist sie die fünftgrößte deutsche Pensionskasse.
Mit einem Anteil von fast 24 Prozent gehört sie zu den Kassen mit der größten Allokation in Aktien. Diese Quote wird über zwei Aktien-Spezialfonds ausschließlich extern verwaltet, regional liegt mit 44 Prozent der Schwerpunkt auf Europa. Der Anteil direkter Rentenanlagen macht vergleichsweise niedrige 29 Prozent aus. Weitere festverzinsliche Anlagen erfolgen über drei Renten-Spezialfonds, so dass insgesamt knapp zwei Drittel der Gelder in Renten investiert sind, 70 Prozent davon in Europa. Das restliche Vermögen ist in 23 Direktimmobilien, drei Immobilienfonds, Hypothekendarlehen und Private Equity investiert. Elf Private Equity-Investitionen werden über eine luxemburgische SICAV-Struktur gebündelt.
Mit dieser Vermögensallokation konnte die Pensionskasse in 2013 Kapitaleinkünfte von rund 300 Millionen Euro erwirtschaften, über 50 Millionen Euro weniger als in 2012. Dies lag an zurückgehenden Zinseinahmen sowie geringerer Zuschreibungen und Veräußerungsgewinne. Die Nettoverzinsung betrug 4,40 Prozent gegenüber 5,25 Prozent in 2012. Ein Ergebnis über dem Branchendurchschnitt.
Die Kasse profitierte in 2013 von ihrer hohen Aktienquote. Anders als viele andere Pensionskassen konnte sie von 9,6 Prozent auf 10,9 Prozent gestiegene Bewertungsreserven ausweisen. Mehr als die Hälfte stammt dabei aus dem Aktienbereich. Die Marktwertrendite unter Berücksichtigung der Veränderung der stillen Reserven war entgegen dem allgemeinen Trend mit 5,65 Prozent höher als die Nettorendite.
Mit dem Anlageergebnis konnte die Kasse ihren Rechnungszins (je nach Tarif 2,5 Prozent bis 4,0 Prozent) übertreffen. Dennoch hat der Träger als Reaktion auf eine möglicherweise länger anhaltende Niedrigzinsphase den Firmenbeitrag von 200 Prozent auf 300 Prozent der Mitgliedsbeiträge erhöht. Die Kapitalanlagen übertrafen die Deckungsrückstellung um fast 5 Prozent. Die Verlustrücklage konnte auf 255 Millionen Euro ausgebaut werden, zusammen mit dem Genussrechtskapital beträgt die Eigenkapitalquote mehr als 5 Prozent der Deckungsrückstellung.
Die Kasse scheint im derzeitigen Zinsumfeld auch für einen volatileren Aktienmarkt gut gerüstet.
