Negative Renditen bei Staatsanleihen treiben europäische Pensionskassen in alternative Anlagekassen.

Europäische Pensionspläne sind mittlerweile zu 16 Prozent in alternativen Anlageklassen investiert. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Aktienquote um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent gefallen. Diese Daten sind der European Asset Allocation Survey 2016 des Beratungsunternehmens Mercer zu entnehmen. Erfasst sind hier gut 1100 betriebliche Altersvorsorgeeinrichtungen mit einem Anlagevolumen von 930 Milliarden Euro.

Institutionelle Investoren sind langfristige Anleger. Das zeigt die Asset-Klasse Schwellenländer. Trotz enttäuschender Performance seit 2013 machen Investments in Schwellenländer insgesamt 6 Prozent der Gesamtanlage aus; das ist dieselbe Quote wie 2015. Sowohl Emerging Market Debt als auch Aktien sind dabei wichtige Komponenten der Strategie.

In den meisten Ländern blieb die Anleihenquote unverändert, allerdings wurde der Anteil von Staatsanleihen zugunsten von Unternehmensanleihen, Senior Loans und Global High Yield  stark reduziert.

Cashflow-Driven-Strategien

Gestiegen ist der Anteil an Pensionsplänen mit negativem Cashflow, also von Einrichtungen, deren Rentenzahlungen höher sind als die Beiträge. Ihr Anteil stieg von 37 auf 42 Prozent. Dies führt zu einer starken Nachfrage für Anlagen mit laufenden Erträgen. Umgesetzt wird es mit sogenannten Cashflow-Driven-Financing-Strategien. Anlageportfolios werden an die prognostizierten Verpflichtungszahlen angepasst, um die Deckungsgrade zu stabilisieren.

Laut Carl-Heinrich Kehr, Investmentstratege bei Mercer, deutet vieles auf ein baldiges Ende des Kreditzyklus hin: „Wichtig sind jetzt ein robustes Risikomanagement, das auch die Absicherung von Langzeitrisiken mit einschliesst, sowie eine Offenheit für Chancen, die sich aus notleidenden Krediten ergeben“.

Erträge aus traditionellen Kapitalmarktanlagen seien zurzeit schwer zu erzielen, heisst es bei Mercer. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Genau so wenig wie die Empfehlung für eine stärkere Gewichtung von Renditen, die sich durch aktives Management erzielen lassen sowie durch antizyklisches Investieren.

Den vollständigen Studienreport finden Sie auf http://www.uk.mercer.com/ourthinking/2016-european-asset-allocation-survey.html

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