Die Fondsboutique Spängler IQAM Invest stellt ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand: Wird der Markt nicht geschlagen, zahlen institutionelle Investoren weniger Managementgebühr.

In den vergangenen Jahren haben börsengehandelte Indexfonds (ETFs) geboomt. Seit der Finanzkrise legten die vergleichsweise günstigen Anlagevehikel von 700 auf rund 4000 Milliarden Dollar Anlagevolumen zu. 2018 dürften allerdings auch die ETF-Bäume nicht in den Himmel gewachsen sein. Und aktive Fondsmanager reagieren auf die Konkurrenz: So bietet die Fondsboutique Spängler IQAM Invest seit anfangs 2019 eine sogenannte „Fair-Alpha-Fee“ bei Aktienfonds für institutionelle Investoren an.

Wie funktioniert diese leistungsabhängige Management Fee? Spängler hat für alle Aktienfonds neue Tranchen aufgelegt, welche Investoren mit einem Mindestinvestment von EUR 7,5 Millionen zur Verfügung stehen. Liegt der Fonds in einem Monat vor der Benchmark, wird im nächsten Monat die komplette Management Fee (1,20 Prozent per annum) verrechnet. Liegt der Fonds in einem Monat hinter der Benchmark, wird im nächsten Monat eine verminderte Management Fee (0,40 Prozent per annum) verrechnet. Als Benchmark wird der jeweilige Net Return Index herangezogen.

Markus Ploner, Geschäftsführer der Fondsmanufaktur, nützt das neue Angebot für einen Seitenhieb gegen Index-Produkte: Passive Investments seien in überbewerteten Titeln übergewichtet und in unterbewerteten Titeln untergewichtet. Und: „Die passive Replikation eines gängigen Index kann darüber hinaus auch keine Einzeltitel-Kundenwünsche, zum Beispiel hinsichtlich Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen.“ Das Duell aktiv versus passiv geht in eine weitere Runde.

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