RWE und Apollo Global Management haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen, mit der der 25,1-Prozent-Anteil des Energiekonzerns an Amprion finanziert werden soll. Als einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber versorgt Amprion mit seinem Netz 29 Millionen Menschen in sieben Bundesländern mit Strom und plant für das nächste Jahrzehnt erhebliche Investitionen in den Netzausbau, um die kritische Energieinfrastruktur zu verbessern.
RWE und der auf Infrastrukturinvestitionen spezialisierte Vermögensverwalter Apollo haben die Gründung eines Joint Venture beschlossen, das den 25,1-Prozent-Anteil von RWE an Amprion halten wird. Im Rahmen der Vereinbarung zahlt Apollo im Namen seiner verwalteten Fonds und Unternehmen 3,2 Milliarden Euro an die Essener und erhält dafür eine Beteiligung an dem Joint Venture. RWE erhält die Mittel im Voraus und wird sie bedarfsgerecht über das Joint Venture in Amprion reinvestieren, um den Netzausbau zu unterstützen. Dabei behalt der Energieriese die operative Kontrolle und verwaltet weiterhin die Beteiligung an Amprion. Die von Amprion ausgeschütteten Dividenden werden zwischen beiden Partnern aufgeteilt.
Für RWE stellte die Beteiligung bereits in den vergangenen Jahren ein attraktives Investment mit stabilen Renditen auf Basis regulierter Vermögenswerte dar. Auch von künftigen Investitionen erwartet sich der Konzern attraktive und angemessene Renditen, weshalb er gemeinsam mit Apollo das erforderliche Eigenkapital bereitstellt, um das umfangreiche Investitionsprogramm von Amprion in den nächsten zehn Jahren zu unterstützen.
Der Abschluss der Transaktion wird – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen – für das vierte Quartal 2025 erwartet. Nach erfolgreichem Abschluss wird sich das Joint Venture gezielt am Netzausbauplan von Amprion und dem strategischen Einsatz des Eigenkapitals ausrichten.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

