Rund 20 Unternehmen aus sämtlichen Segmenten der Finanzdienstleistungsbranche haben sich nach Angaben des Bankenversicherungsvereins (BVV) im ersten Jahr für die Einführung der BVV.MAXRENTE entschieden. Zuletzt waren das die PSD Bank Hessen-Thüringen, PSD Bank Nürnberg sowie die PSD Bank Rhein-Ruhr mit ihren insgesamt rund 600 Mitarbeitenden. Der BVV wertet dies als Hinweis auf ein wachsendes Interesse an dem bAV-Angebot in der Branche.
BVV.MAXRENTE ist das Sozialpartnermodell für die Finanzwirtschaft, das der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) gemeinsam mit ver.di und dem Deutschen Bankangestellten-Verband (DBV) auf den Weg gebracht hat. Grundlage ist ein Tarifvertrag zur reinen Beitragszusage, der seit dem 1. Dezember 2023 in Kraft ist und unter anderem Geltungsbereich sowie Beitragshöhen regelt. Der BVV besteht aus drei rechtlich selbstständigen Versorgungsträgern (Pensionskasse, Unterstützungskasse, Pensionsfonds), die seinen Mitgliedsunternehmen drei der fünf gesetzlichen Durchführungswege ermöglichen. Als durchführende Einrichtung ist der BVV Pensionsfonds vorgesehen. Gesteuert wird das Modell über einen Sozialpartnerbeirat mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern.
Für Arbeitgeber sieht das Konzept vor, dass sie Beiträge an den Pensionsfonds zahlen, ohne für eine bestimmte Leistungshöhe einzustehen. Der BVV verweist auf einen Opting-out-Mechanismus, bei dem Beschäftigte bei Einführung automatisch einbezogen werden, sofern sie nicht widersprechen. Die Kapitalanlage folge einem breit diversifizierten Ansatz. So habe etwa die Chance-Variante seit Start per Ende Januar 2026 eine durchschnittliche Jahresrendite von 6,6 Prozent erzielt. Darüber hinaus ist im Modell ein kollektiver Sicherungspuffer vorgesehen, der über zusätzliche Arbeitgeberbeiträge aufgebaut werden soll. Künftig soll das Sozialpartnermodell noch genauer auf unterschiedliche Unternehmensgrößen, Vergütungsmodelle und Personalstrategien ausgerichtet werden.
Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

