Die Deutsche Bank will noch in diesem Jahr ihre Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte auf den Markt bringen. Sofern die regulatorischen Fristen eingehalten werden, soll das Angebot intentionellen Kunden und Unternehmen in Europa sichere und regulierte Verwahrdienstleistungen für ausgewählte digitale Vermögenswerte bieten.
Ausgewählte digitale Vermögenswerte
Zu den ausgewählten Vermögenswerten gehören anfangs Bitcoin und Ether sowie bestimmte, nicht benannte, Stablecoins bzw. E-Geld-Token wie US-Dollar-Coins, Euro-Coins sowie der erste vollständig regulierte und MiCAR-konforme Euro-Stablecoin aus Deutschland, EURAU. Die Bandbreite der unterstützten Vermögenswerte könne im Laufe der Zeit erweitert werden, vorbehaltlich der Kundennachfrage sowie der Produktfreigabe-, Risikomanagement- und regulatorischen Prozesse der Bank, heißt es in einer Pressemeldung. Tokenisierte Finanzinstrumente sind ebenfalls Teil der Produkt-Roadmap.
Die neue Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte soll es Kunden des deutschen Branchenprimus ermöglichen, ihre digitalen Vermögenswerte sicher zu verwahren und an Dritte zu übertragen. Die Deutsche Bank übernimmt die Verwaltung der Wallets und privaten Schlüssel. Dadurch müssen Kunden keine eigene Verwahrinfrastruktur aufbauen und betreiben.
Mehrere Sicherheitsebenen
Die neue Verwahrlösung ist laut Deutsche Bank innerhalb eines strikten Governance-Rahmens auf mehreren Ebenen der Sicherheit und operativen Kontrolle aufgebaut. Dazu gehören sichere Schlüsselerzeugung und hardwarebasierter Schutz, Funktionstrennung, Mehrpersonen-Freigabeprozesse, getrennte Warm- und Cold-Storage-Umgebungen, ein redundanter technischer Aufbau sowie kontrollierte Backup- und Wiederherstellungsvorkehrungen.
Der neue Service werde für klar definierte technische Komponenten ausgewählte externe Technologie- und Infrastrukturanbieter nutzen.
Zielgruppe sind Kunden der Unternehmensbank sowie der Investmentbank der Deutschen Bank, darunter Unternehmen, Vermögensverwalter, Hedgefonds, Verwahrstellen, Broker und staatliche Institutionen. Das Onboarding unterliegt den Kriterien, Due-Diligence-Anforderungen und der Risikobereitschaft der Bank.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

