Greenwashing ist einer der wichtigsten Punkte, den Kritiker gegen die Asset Klasse Green Bonds vorbringen. Was institutionelle Anleger beachten sollten.

Der Markt für grüne Anleihen wächst rasant – und damit auch die Zahl der Emittenten dieser Wertpapiere. Investoren sollten die Anbieter genau überprüfen, um nicht Opfer von so genannten Greenwashing zu werden, erläutert James Rich von Aegon Asset Management gegenüber der dpn-Schwesterpublikation DerTreasurer.

Fehlende Standardisierung und falsche Versprechungen, um von günstigen Finanzierungskonditionen zu profitieren, sind laut Rich zentrale Probleme. Außerdem fehlen verlässliche Kennzahlen. Manchmal reporten Emittenten auch Daten, die nicht direkt mit den finanzierten Projekten in Verbindung stehen.

Dies sind allerdings nicht nur Probleme am Markt für grüne Anleihen. Auch bei Sustainable und Social Bonds wird nach Einschätzung des Asset Managers immer wieder getrickst.

Greenwashing: Genau hinschauen

Deshalb sollten institutionelle Investoren genau prüfen, wofür Erlöse verwendet werden und wie die Unternehmensführung mit dem Thema ESG umgeht. Freiwillige Marktstandards und Scorings von Nachhaltigkeitsagenturen können wertvolle Orientierungshilfe leisten. Allerdings: Außerhalb Europas sind diese Maßnahmen von nicht weit verbreitet.

Aber nicht nur bei grünen Anleihen, sondern auch bei anderen nachhaltigen Produkten ist Vorsicht geboten. Denn auch Asset Manager deklarieren nach Einschätzung von Rich immer wieder Produkte als nachhaltig, die dieses Label nicht verdienen.

Um aktuelle Trends in der nachhaltigen Finanzierung dreht es sich auch auf der Digitalkonferenz Green Finance.

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