Die Corona-Pandemie hat wenig Einfluss auf den Umgang der Deutschen mit ihrer Altersvorsorge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Versicherungsmanagers Clark und des Instituts Yougov.

Die Corona-Pandemie hat wenig Einfluss darauf, wie Deutsche mit dem Thema Altersvorsorge umgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Versicherungsmanagers Clark mit dem Forschungsinstitut Yougov. Sie befragten 1.018 Teilnehmer, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren sind.

68 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Pandemie keinen Einfluss darauf hatte, wie sie für ihr Alter vorsorgen. Nur bei 8 Prozent der Befragten hatte Corona einen Einfluss auf die Art und Weise wie sie das Thema Altersvorsorge angehen.

Jüngere machten sich mehr Sorgen

Nur 13 Prozent der Befragten beschäftigten sich seit der Pandemie mehr dem Thema Altersvorsorge. Ein Großteil, 65 Prozent, gab an, dass diese Aussage eher nicht oder überhaupt nicht zutrifft.

Bei den Altersgruppen zeigen sich große Unterschiede. Besonders Jüngere machen sich seit Corona mehr Gedanken um das Thema Altersvorsorge. 21 Prozent der unter 24-Jährigen beschäftigten sich mehr mit dem Thema Altersvorsorge, bei den unter 35-Jährigen waren es sogar 24 Prozent. Zum Vergleich: im März 2020 machte sich die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen noch die wenigsten Sorgen um die Altersvorsorge.

Kurzarbeit beeinflusst Altersvorsorge

Allerdings kann Corona die Altersvorsorge stark beeinflussen, beispielsweise durch Kurzarbeit. Durch den geringeren Lohn wird auch weniger in die Rentenkasse eingezahlt. Diese Lücke wird wiederum nicht durch das Arbeitsamt ausgeglichen. Laut der Agentur für Arbeit waren im April 2020 rund sechs Millionen Deutsche in Kurzarbeit. Im April 2021 waren es rund 3 Millionen Menschen.
Jeder vierte Befragte der Clark-Studie gab an, keine Rentenlücke zu haben, die man schließen muss. „Eine gefährliche Annahme, selbst für Personen, die nicht von Kurzarbeit betroffen sind“, CLARK Co-Gründer und COO Marco Adelt. „Um ihren gewohnten Lebensstandard zu halten, wird für viele Menschen die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen.“

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