Fiduciary Management in Deutschland

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Die Studie setzt sich mit dem Fiduciary Management in einzelnen Märkten auseinander (lesen Sie hier mehr zu der Studie). Am ausführlichsten gehen die Autoren auf den deutschen Markt ein. Trotz des großen Marktpotenzials hat sich das Fiduciary Management unter institutionellen Investoren hierzulande aufgrund der vorherrschenden Innenfinanzierung betrieblicher Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen in der Bilanz noch nicht in vergleichbarem Maße wie in den Niederlanden oder Großbritannien etabliert.

Die größte potenzielle Zielgruppe für Dienstleister im Fiduciary Management in Deutschland sind die Träger der Altersvorsorge und Versicherungen. Doch gerade in der Altersvorsorge bieten sich den Versorgungseinrichtungen Alternativen zum Fiduciary Management. So bieten größere Pensionsfonds, Pensionskassen oder Versicherungen kleineren Playern an, deren Kapitalanlagen mitzuverwalten. Auch schließen sich Unternehmen zusammen, um ihre Pensionsverpflichtungen gemeinschaftlich zu verwalten.

Die Studienautoren führen an dieser Stelle die Hamburger Pensionskasse von 1905 als Beispiel auf. Die HPK organisiert die Altersvorsorge für viele Handelsgesellschaften und Unternehmen aus der Ernährungsbranche. Ihre Größe ermöglicht es ihr, Skaleneffekte bei der Kapitalanlage zu erzielen und die eigene Expertise zu vergrößern. Aus ähnlichem Antrieb haben sich auch Gruppenpensionsfonds entwickelt. Auch betriebsübergreifende CTAs sind für Fiduciary Manager direkte Wettbewerber.

Große Bandbreite an Anbietern

Die Bandbreite der Anbieter von Fiduciary Management ist in Deutschland relativ groß. So verweist die Studie auf das Netzwerk aus Universalbanken, Landes- und Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften. Auch Fondsgesellschaften wie DWS, Helaba Invest, Union Investment Asset Management, DekaBank, MEAG MUNICH ERGO Asset Management und Allianz Global Investors können grundsätzlich Dienstleistungen im Fiduciary Management anbieten bzw. tun das bereits.

Ebenfalls sind die großen Investmentberater als Anbieter von Fiduciary Management unterwegs, so Mercer, AON und Willis Towers Watson, auch kleinere deutsche Beratungen wie FAROS Fiduciary Management AG und Ambitus Asset Consult.

Das Segment der Investmentberater ist in Deutschland im Fiduciary Management noch nicht so ausgeprägt wie etwa im UK oder in den Niederlanden. Das erklärt sich auch mit der grundsätzlich kritischen Haltung deutscher Investoren, Entscheidungen in der Kapitalanlage auszulagern. Auch verfolgen sie oft sehr konservative Anlagestrategien, die keine große Beratung erforderlich machen. Als weitere potenzielle Player im Markt für Fiduciary Management sehen die Studienautoren Asset Management-Gesellschaften sowie reine Fiduciary Manager, für die Wachstumsmöglichkeiten im Markt vorhanden ist.

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