Der Militärkonflikt mit dem Iran hat die Hedge-Fonds-Branche im März hart getroffen. Wie das Analysehaus HFR berichtet, erlebte der Branchenindex HFRI Fund Weighted Composite Index den stärksten Monatsverlust seit April 2025. Der Index umfasst laut HFR mehr als 1.000 zugrunde liegende Fonds. Die aktuellen Verluste des Index markieren zugleich den stärksten Rückgang seit Juni 2022. Schuld waren vor allem stark gestiegene Ölpreise und eine historische Volatilität an den Märkten. Der HFRI Long Volatility Index legte dagegen um 2,4 Prozent zu und profitierte von den Turbulenzen.
Kurse tanzen im Takt der Schlagzeilen
Am schlimmsten erwischte es Aktienfonds. Der HFRI Equity Hedge Index verlor 4,3 Prozent und verzeichnete damit die höchsten Verluste seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020. Auch der Energie- und Rohstoffsektor gab trotz steigender Ölpreise 1,2 Prozent ab. Gewinner waren vor allem auf Volatilität spezialisierte Fonds aus dem Relative-Value-Bereich, die um 2,6 Prozent zulegten. „Der März war geprägt von sich schnell ändernden Schlagzeilen und täglichen Schocks, die zu erheblichen intramonatlichen und intratäglichen Umkehrungen der Vermögenspreise führten“, erklärt Kenneth J. Heinz, Präsident von HFR.
In der Konsequenz ging die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern weit auseinander. Die besten zehn Prozent aller Fonds legten im März 5,9 Prozent zu, die schwächsten zehn Prozent verloren 13,7 Prozent. Nur drei von zehn Fonds schafften überhaupt ein Plus. Branchenexperte Kenneth J. Heinz von HFR sieht die Fonds trotz turbulenter Märkte gut positioniert, um von extremen Marktbedingungen und Verwerfungen zu profitieren.
Arrian Correns war Redakteur bei dpn. Er schrieb vor allem zu den Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

