Die globalen Aktienmärkte haben sich zunehmend konzentriert. In den vergangenen zehn Jahren ist eine kleine Gruppe großer Technologieunternehmen, die oft als die „Magnificent Seven“ bezeichnet werden, auf mehr als ein Viertel des MSCI World Index angewachsen.
Ihr Aufstieg hat die Marktrenditen, die Narrative der Anleger und die weltweiten Diskussionen über die Vermögensallokation geprägt. Vom früheren Akronym FANG bis zum aktuellen Fokus auf künstliche Intelligenz und Plattformdominanz hat sich die Geschichte rund um diese Unternehmen weiterentwickelt, aber im Kern bleibt dieselbe Realität bestehen: wenige Unternehmen üben heute einen übergroßen Einfluss auf die globalen Benchmarks für Aktien aus.
Für institutionelle Anleger wirft dies eine wichtige Frage auf. Diese Unternehmen mögen zwar die Performance der Indizes dominieren, aber sollte das Alpha eines Portfolios auch von ihnen abhängen?
Die Herausforderung der konzentrierten Marktführerschaft
Zeiten erheblicher Marktkonzentration stellen für aktive Manager ein schwerwiegendes Dilemma dar.
Ein Ansatz besteht darin, sich durch übergewichtete Positionen an die dominierenden Marktführer anzulehnen. Wenn diese Unternehmen weiterhin eine Outperformance erzielen, kann diese Positionierung einen bedeutenden Beitrag zu den relativen Renditen leisten. Konzentrierte Engagements erhöhen allerdings auch das Portfoliorisiko und führen dazu, dass Ergebnisse eng mit einem einzigen Narrativ über technologisches Wachstum, künstliche Intelligenz oder künftiges Ertragspotenzial verknüpft sind.
Die Alternative besteht darin, sich in Erwartung einer sich normalisierenden Bewertung gegen die Marktführer zu positionieren. Die Geschichte legt jedoch nahe, dass die Marktführerschaft länger als erwartet anhalten kann, was bei Strategien, die gegen den vorherrschenden Trend positioniert sind, zu längeren Phasen der schwachen Performance führen kann.
Eine ähnliche Dynamik gab es während des Technologiebooms Ende der 1990er Jahre, als Unternehmen wie Cisco, Intel und Nokia1 die globalen Aktienindizes dominierten, bevor sich die Führungsposition schließlich wieder vergrößerte.
Für Anleger besteht die Herausforderung daher nicht nur darin, zu entscheiden, ob die heutigen Marktführer auch weiterhin überdurchschnittlich abschneiden werden, sondern auch darin, Portfolios aufzubauen, die unabhängig davon, wie sich die Marktführerschaft entwickelt, stabil bleiben.
Ein benchmarkorientierter quantitativer Ansatz
Systematische Anlagen bieten eine Möglichkeit, sich in diesem Umfeld zurechtzufinden.
Anstatt erheblich auf eine kleine Gruppe von Unternehmen zu setzen, beginnen benchmarkorientierte quantitative Strategien mit dem Marktindex und konstruieren Portfolios durch viele kleinere aktive Positionen im breiteren Universum.
Die Strategie Global Developed Active Equities von Robeco folgt dieser Philosophie. Ausgehend von der Benchmark wendet die Strategie ein systematisches Modell zur Aktienauswahl an, das mehrere Renditetreiber kombiniert, darunter Value, Quality, Momentum und Gewinnrevisionen.
Durch einen disziplinierten Portfolioaufbau und Risikomanagement werden die Engagements auf Aktien-, Sektor- und Länderebene kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine einzelne Position das aktive Risiko des Portfolios dominiert.
Daraus ergibt sich ein Portfolio mit Hunderten Positionen, von denen jede einen bescheidenen Beitrag zur Performance leistet.
Alpha durch Vielfalt
Diese diversifizierte Struktur verdeutlicht eine wichtige Erkenntnis: Überschussrenditen entstehen oft durch Breite und nicht durch Konzentration.
Die Analyse der Performance der Strategie verdeutlicht, dass der größte Teil der Überschussrendite in den letzten Jahren nicht durch Positionen in den Aktien der Magnificent Seven, sondern durch das breitere Universum der Unternehmen in den Industrieländern erzielt wurde.
Der größte Teil des Alphas stammt also mit anderen Worten aus der Vielfalt, d. h. den Tausenden Unternehmen jenseits der auffälligsten Unternehmen an der Spitze des Index.
Ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten
¹ Die auf dieser Seite angezeigten Unternehmen dienen nur zur Veranschaulichung. Über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens kann keine Aussage abgeleitet werden. Hierbei handelt es sich nicht um Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen.
Mega-Caps werden wahrscheinlich weiterhin das Beta des Marktes beeinflussen. Aufgrund ihrer Größe und strategischen Bedeutung können sie in diversifizierten Portfolios nicht ignoriert werden.
Durch systematische Anlagen können Anleger an diesen Marktführern partizipieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Ergebnisse des Portfolios nicht von ihnen bestimmt werden.
Durch die Streuung des aktiven Risikos auf ein breites Spektrum von Aktien zielen benchmarkorientierte Strategien darauf ab, Chancen zu nutzen, wo immer sie sich ergeben – nicht nur bei den am meisten besprochenen Unternehmen.
In einem Zeitalter konzentrierter Märkte liegt die stabilste Quelle für Alpha vielleicht nicht darin, auf einige wenige dominante Unternehmen zu setzen, sondern darin, die Breite des globalen Aktienuniversums auszunutzen.
Wichtige Informationen.
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