Der deutsche Markt für Verwahrstellen ist vielfältig, digital und steht vor großen Aufgaben. Das gilt für alle drei Segmente. Universalbanken sind global unterwegs und bieten das Custody-Geschäft weltweit mit eigener Infrastruktur an. Damit erzielen sie Skaleneffekte, indem sie beispielsweise die EU-Regulatorik einmal für alle Standorte in der EU umsetzen. Das zweite Segment bilden – in der Regel US-amerikanische – Trust Banks. Sie sind weniger als Investment-Bank tätig, sondern fokussieren sich häufig auf Asset Servicing und Asset Management als zweites Standbein. Das dritte Segment umfasst vor allem lokale Banken aus dem Private Banking sowie Institute aus dem öffentlich-rechtlichen und dem genossenschaftlichen Sektor. Sie agieren oft nur im deutschen Fondsmarkt selbst, manchmal auch in Nachbarländern wie Luxemburg oder der Schweiz. Für das globale Wertpapiergeschäft kooperieren sie oft mit externen Lagerstellennetzwerken und Global Custodians, ebenso mit Clearstream Banking. Zudem haben sich viele lokale Banken als Nischenanbieter für einzelne oder wenige Asset-Klassen spezialisiert, mal auf der liquiden, mal auf der illiquiden Seite.
Laden Sie sich hier die vollständige Auswertung der Befragung im pdf-Format herunter: Zwischen Preiskampf, Digitalisierung und T+1
Dr. Guido Birkner ist Chefredakteur von dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seit dem Jahr 2000 ist er für die F.A.Z.-Gruppe tätig. Zunächst schrieb er für das Magazin „FINANCE“, wechselte dann als Studienautor 2002 innerhalb des F.A.Z.-Instituts zu den Branchen- und Managementdiensten, später zu Studien und Marktforschung. Von 2014 bis 2020 verantwortete er redaktionell den Bereich Human Resources in der F.A.Z. BUSINESS MEDIA GmbH. Seit Juli 2019 gehört er der dpn-Redaktion an.

