Auch die Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sollten das tun. Das fordert Bundessozialgericht-Präsident Rainer Schlegel.

In die Rentendebatte hat sich jetzt auch der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG) eingeschaltet. So spricht sich Rainer Schlegel dafür aus, dass auch Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sowie Beamte und Richter in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlen. Das berichtet die FAZ.NET. Es brauche mehr Flexibilität bei der Absicherung des deutschen Rentenversicherungssystems, sagte Schlegel am Dienstag anlässlich der Jahrespressekonferenz des Gerichts in Kassel. Nach seiner Ansicht wäre es zudem sinnvoll, das Renteneintrittsalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln.

BSG-Präsident Rainer Schlegel

Der Jurist betonte, der Umbau des Rentenversicherungssystems tue Not. So hätten 1962 noch sechs Erwerbstätige einen Rentner finanziert, 2030 werde die Zahl auf 1,5 Erwerbstätige sinken. Wegen der entstehenden Finanzierungslücke zahle der Staat bereits jetzt jährlich einen Zuschuss von rund 112 Milliarden Euro in die Rentenkasse. Eine Absenkung der Rentenhöhe lehnte Schlegel ab. „Sie ist schon auf untere Kante genäht“, so der BSG-Präsident. Bereits gut jeder dritte Rentenbezieher erhalte derzeit ein Altersgeld von weniger als 900 Euro monatlich.

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