Im vergangenen Jahr verzeichneten Pensionskassen hohe Verluste bei ihren Aktien- und Anleiheninvestitionen, während Immobilienpositionen weniger betroffen waren. Dadurch stieg der relative Anteil von Immobilien in den Anlageportfolios der Vorsorgewerke deutlich an. Allerdings überschritten einige Pensionskassen die gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze von 30 Prozent für Immobilienanlagen. Diese und die folgenden Informationen berichtete finews.ch.
Zunächst entschieden sich die Vorsorgewerke dafür, diese Überschreitungen zu tolerieren und die bestehende Quote beizubehalten. Aufgrund der Illiquidität von Immobilienanlagen gestaltet sich jedoch eine kurzfristige Anpassung der Quote schwierig. Einige Pensionskassen planen jedoch, den Anteil an kotierten Immobilienfonds zu reduzieren. Die Preise von Schweizer Immobilienfonds haben bereits im Jahr 2022 stark nachgegeben. Obwohl größere Verkäufe von Immobilienanlagen nicht erwartet werden, haben einige Anlagegruppen bereits die Rücknahmegebühren erhöht. Mögliche Bewertungskorrekturen könnten zudem zu weiteren Anpassungen führen. Derzeitige Marktbedingungen wie die geringe Bautätigkeit, Zuwanderung und steigende Mieten lassen solche Maßnahmen jedoch noch nicht erforderlich erscheinen. Dennoch sind Pensionskassen mit einem starken Fokus auf Immobilienanlagen empfindlich gegenüber einer Abwertung.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick:
- Pensionskassen verzeichneten hohe Verluste bei Aktien- und Anleiheninvestitionen, während Immobilienpositionen weniger betroffen waren
- Immobilien haben daher im Anlageportfolio der Vorsorgewerke an Gewicht gewonnen
- Einige Pensionskassen überschritten die gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze von 30 Prozent für Immobilienanlagen
- Die Pensionskassen entschieden sich vorerst, die Überschreitungen zu tolerieren und die bestehende Quote beizubehalten
- Aufgrund der Illiquidität von Immobilienanlagen gestaltet sich eine kurzfristige Anpassung der Quote schwierig
- Einige Pensionskassen planen den Abbau von kotierten Immobilienfonds und nicht-kotierten Anlagegruppen
- Die Preise von Schweizer Immobilienfonds haben bereits 2022 deutlich nachgegeben.
- Die Schätzer könnten zu Bewertungskorrekturen gezwungen sein, wenn weitere Zinsschritte erfolgen

