Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) weitet das Engagement in Sachwerte kontinuierlich aus, zum Beispiel im Bereich Immobilien.

Jüngste Akquisition: Ein gewerblicher Abschnitt des Stadtquartiers „The Q“ in Nürnberg. Auf dem ehemaligen Quelle-Gelände entstehen Wohn- und Gewerbeflächen. Die 300-Millionen-Euro schwere Transaktion hat Corestate für einen Fonds der BVK durchgeführt, der von Universal-Investment als AIFM in Luxemburg verwaltet wird.

Auch in Frankfurt am Main hat die BVK investiert. Auf dem alten Avaya-Gelände im Gallusviertel wird das Bauprojekt „Westville“ verwirklicht. In fünf Jahren sollen an dieser Stelle 1.300 Wohnungen für rund 3.000 Bewohner stehen. Ein Fonds der Bayerischen Versorgungskammer hat das Projekt bereits vor Grundsteinlegung erworben. Das Besondere dabei: Das Rechenzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft liefert in Zukunft den größten Teil der Energie für das Stadtquartier – gewonnen aus der Abwärme des Rechenzentrums.

In Deutschland vor allem Wohnimmobilien

Der Immobilien-Direktbestand in Deutschland besteht mit knapp 47 Prozent in erster Linie aus Wohnimmobilien, gefolgt von Bürogebäuden in Höhe von 35 Prozent (Stand:  Ende 2019). Der Rest verteilt sich auf Handelsimmobilien sowie einen minimalen Anteil an Hotels. Breiter gestreut ist das über Fonds gehaltene internationale Portfolio der Münchner mit etwa gleichen Anteilen von Wohnen, Gewerbe und Handel sowie knapp 5 Prozent Logistik. Um das Immobilienportfolio global zu diversifizieren, investiert die BVK in über Immobilienfonds in nationale und internationale Immobilien, REITS und Immo-Debt.

Auch Infrastruktur und Timber, Private Equity, Hedgefonds und Aktienbestände wurden in den vergangenen Jahren ausgebaut. Regionaler Fokus für Infrastruktur liegt mit rund 45 Prozent in den USA, gefolgt von Europa mit 35 Prozent sowie 20 Prozent in Asien / Rest der Welt. Wie auch bei PE und Timber investiert die BVK in diese Anlageklasse über externe Manager, sowohl als Separate Account und als offenen Fonds.

Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands ist die Bayerische Versorgungskammer ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für berufsständische und kommunale Altersversorgung. Sie führt die Geschäfte von zwölf rechtlich selbständigen Altersversorgungseinrichtungen mit insgesamt rund 2,4 Millionen Versicherten und Versorgungsempfängern, 5,0 Milliarden Euro jährlichen Beitrags- und Umlageeinnahmen und rund 3,6 Milliarden Euro jährlichen Rentenzahlungen. Die BVK managt für alle Einrichtungen zusammen ein Kapitalanlagevolumen von derzeit rund 81,7 Milliarden Euro (Buchwert, Stand: Januar 2020).

Lesen Sie mehr über die BVK im dpn-Interview mit Nicole Becker, Referentin für Vorstandsangelegenheiten und Nachhaltigkeit im Bereich Kapitalanlagen bei der BVK, und in der dpn-Ausgabe Oktober/November 2020.

 

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