Norwegischer Staatsfonds im Tech-Fieber

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10 Prozent Gewinn konnte der Norwegische Staatsfonds in den ersten sechs Monaten 2023 erwirtschaften. Das entspricht einem Betrag von umgerechnet rund 131 Milliarden Euro, wodurch der Wert des Pensionsfonds auf 1,34 Billionen Euro anstieg. 71,3 Prozent dieses Volumens sind am Aktienmarkt investiert, der mit einem Plus von 13,7 Prozent der Renditetreiber im ersten Halbjahr war. Fixed-Income-Anlagen steuerten 2,25 Prozent zur Performance bei. Im roten Bereich notierten hingegen ungelistete Immobilien mit minus 4,6 Prozent und Infrastrukturinvestitionen mit minus 6,5 Prozent. Ihre Anteile am größten Staatsfonds der Welt sind mit 2,3 Prozent (Immobilien) und 0,1 Prozent (Infrastruktur) aber verschwindend gering.

So konnten unterm Strich die Verluste des Vorjahres in Höhe von 140 Milliarden bereits nach sechs Monaten nahezu ausgeglichen werden. Dazu haben auch Deviseneffekte beigetragen. Ein guter Teil des Gewinnanstiegs ist auf die Schwäche der Norwegischen Krone zurückzuführen. Auf der Aktienseite haben vor allem Tech-Titel für Wachstum gesorgt. Sie legten im Berichtszeitraum starke 38,6 Prozent zu. Dahinter folgen Basiskonsumgüter mit 20,7 Prozent und Industriewerte mit 15,0 Prozent. Mit einem Anteil von 21,2 Prozent sind Tech-Aktien auch am stärksten im Fonds gewichtet.

Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

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