Die Verpflichtungen stiegen 2019 auf 409 Milliarden Euro, nach 365,3 Milliarden Euro im Vorjahr, teilt das Beratungsunternehmen mit.

Seit Jahresbeginn hat sich die Lage angesichts der Corona-Krise noch einmal zugespitzt. “Allein die Marktentwicklungen aufgrund des Coronavirus seit Anfang des Jahres haben das Zinsniveau mittlerweile um bis zu 0,4 Prozentpunkte sinken lassen. Sofern sich die Entwicklung nicht wieder entspannt, würde das im Verpflichtungsvolumen weitere 25 Milliarden Euro bedeuten”, erläutert Thomas Hagemann, Chefaktuar von Mercer Deutschland.

Rechnungszins sinkt

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen werde vor allem durch die Zinsentwicklung belastet. Der Rechnungszins nach der Mercer Yield Curve, einem Verfahren zur Herleitung des Rechnungszinssatzes nach IAS 19, sei im Jahr 2019 für eine Duration von 15 Jahren von etwa 2 auf nun 1,3 Prozent gefallen. Für eine Duration von 20 Jahren ging es von 2,2 auf 1,5 Prozent bergab.

Siemens und Infinion mit Bilanzstichtag 30. September 2019 mussten ihren zum Zeitpunkt des Jahrestiefs festlegen. Bei beiden lag er unter 1 Prozent. Aber auch beim Stichtag 31. Dezember 2019 haben mehrere Unternehmen einen Zins von 1 Prozent, in einem Fall sogar darunter, festgesetzt.

Pensionsvermögen steigt

Angesichts des positiven Marktumfeldes ist das Pensionsvermögen im IFRS-Abschluss laut dem Beratungsunternehmen von 245,6 im Jahr 2018 auf 274 Milliarden Euro gestiegen. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen liegt wie im Vorjahr bei rund 67 Prozent, hießt es weiter.

Durch die Marktturbulenzen sei dies aber jetzt Jahresbeginn wieder zurückgegangen. Den Rückgang beziffert Mercer auf rund 20 Milliarden Euro.

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