Die Entscheidung ist gefallen. Der Verkauf der Run-off-Plattform Viridium geht an ein Konsortium aus Allianz, BlackRock, T&D Holdings, Hannover Re und Generali Financial Holdings. Das hat das internationale Private-Equity-Unternehmen Cinven am Mittwoch bekanntgegeben. Der Verkauf markiert den Abschluss einer über zehnjährigen Partnerschaft zwischen Cinven und Viridium, die 2014 begann, als Cinven in die Heidelberger Leben investierte. Zu diesem Zeitpunkt verwaltete das Unternehmen ein Vermögen von 5 Milliarden Euro und hatte 600.000 Versicherte sowie rund 300 Mitarbeiter.
Viridium hat sich seitdem zu einem führenden europäischen Lebensversicherungskonsolidierer entwickelt. Mit 67 Milliarden Euro Kapitalanlagen und 3,4 Millionen Versicherten ist es heute eine der größten und modernsten Konsolidierungsplattformen für Lebensversicherungen weltweit. Cinven hat maßgeblich zur Entwicklung von Viridium beigetragen, indem es erhebliche Investitionen in Technologie und Betrieb getätigt hat. Diese Investitionen umfassten mehr als 700 Millionen Euro für die Schaffung einer hochmodernen Geschäftsplattform, die verbesserte Effizienz und zukünftige Skalierbarkeit gewährleistet. „Cinvens unternehmerischer Ansatz und die Expertise in der Versicherungsbranche verbunden mit unserer gemeinsamen Vision waren der Schlüssel für die Entwicklung von Viridium zu einem führenden deutschen Bestandsspezialisten für Lebensversicherungen“, hebt Tilo Dresig, CEO der Viridium Gruppe, hervor. Dadurch sei das Unternehmen nun strategisch „hervorragend“ aufgestellt, die „nächste Wachstumsphase“ einzuläuten.

Der Verkauf an ein Konsortium aus weltweit führenden Versicherern und Vermögensverwaltern bildet nach Ansicht von Bruno Schick, Co-Managing Partner und Leiter des DACH-Teams bei Cinven, eine „hervorragende Grundlage für weiteres Wachstum und unterstreicht die strategische Bedeutung von Viridium“. Diese Transaktion unterstreiche die Führungsrolle von Cinven im Financial-Services-Sektor und in der DACH-Region.
Der Verkaufsprozess erwies sich als komplex und umfasste mehrere Phasen. Nach der Vorbereitung und Vermarktung des Unternehmens folgten intensive Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Ein Konsortium unter Führung der Allianz setzte sich schließlich durch. Diese Entscheidung wurde durch die hohe Finanzkraft und das Engagement der neuen Eigentümer beeinflusst, die Viridium eine sichere Zukunft bieten können, heißt es. Dazu Samy Jazaerli, Senior Principal im Financial-Services-Team bei Cinven: „Die Investition der Cinven-Fonds in Viridium ist ein Beweis für die langfristige Vision von Cinven sowie die Verpflichtung zu erstklassiger Leistung und den Fokus auf nachhaltige Wertschöpfung.“
Die Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen und Abschlussbedingungen. Cinven wurde bei diesem Prozess von einer Reihe von Beratern unterstützt, darunter Goldman Sachs International und Fenchurch Advisory für M&A, Freshfields für rechtliche Belange sowie KPMG für finanzielle Aspekte.
Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

