Solvency-II-Berichtswesen: BaFin unterstützt Bürokratieabbau

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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterstützt die laufende Konsultation der Europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA zur Anpassung der Technischen Standards im Solvency-II-Berichtswesen. Ziel der Änderungen ist eine deutliche Reduzierung des bürokratischen Aufwands für Versicherer auf europäischer Ebene, ohne dabei die notwendige Aufsichtsinformation zu gefährden.

Im Zuge des laufenden Solvency-II-Reviews hat EIOPA gemeinsam mit nationalen Aufsichtsbehörden Entwürfe erarbeitet, die unter anderem eine Verringerung der Berichtsfrequenzen, das Löschen einiger (jährlicher) Meldebögen sowie eine stärkere Proportionalität und Klarstellungen in den Berichtsvorgaben vorsehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Vorgaben zur Bewertung versicherungstechnischer Rückstellungen, die für Lebensversicherungen mit langfristigen Garantien relevant sind, sowie der Volatilitätsanpassung der Zinsannahmen.

Zusätzlich sind moderate neue Datenerhebungen geplant, beispielsweise zu Naturkatastrophen und Pensionsdaten der Versicherer, während bestehende technische Inkonsistenzen korrigiert werden. Die BaFin betont die Bedeutung einer breiten Beteiligung im Konsultationsprozess, insbesondere zur Frage des Anwendungszeitpunkts der neuen Standards, der entweder zum 31. Dezember 2026 oder erst nach dem offiziellen Start des Solvency-II-Reviews Anfang 2027 erfolgen könnte. Damit trägt die BaFin aktiv zu einem effizienteren und praxisgerechteren Meldewesen bei, das die Versicherungsbranche entlastet und den europäischen Aufsichtsrahmen modernisiert. Die Konsultation läuft noch bis zum 10. Oktober 2025.

Goran Culjak war bis 2026 Redakteur bei dpn. Seine Zuständigkeit umfasste in erster Linie Themen rund um das Pensionsmanagement. Einen besonderen Fokus legte er auf die Berichterstattung zur betrieblichen Altersvorsorge.

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