Energiewende in Asien bietet Anlagechancen

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Was bedeutet „Energiewende-Infrastruktur“ in Asien-Pazifik?
Wang: Gemeint sind physische Anlagen und Netze, die den Wechsel von fossilen Energien zu saubereren, oft günstigeren Alternativen ermöglichen: erneuerbare Erzeugung (Solar/Wind), Speicher und Systemdienstleistungen, Infrastruktur für elektrifizierten Verkehr und Industrie sowie Netzausbau und Netzstabilität. Asien-Pazifik ist heterogen – wir fokussieren uns auf entwickelte Märkte mit geringeren Länderrisiken (ohne China).

Andrew Wang (Bildquelle: HSBC)
Andrew Wang (Bildquelle: HSBC)

Worin unterscheiden sich Investments dort von Europa und Nordamerika?
Wang: In entwickelten APAC-Märkten finden Investoren ähnliche Rahmenbedingungen wie in Europa/Nordamerika (Investment-Grade-Qualität, Rechtsstaatlichkeit, tiefe Kapitalmärkte, relativ stabile Politik, starke Dekarbonisierungsnachfrage). Zwei Punkte erhöhen die Attraktivität:

  1. „Closing the gap“: Die Energiewende ist in Japan, Südkorea und Singapur weniger entwickelt – der Investitionsbedarf ist entsprechend höher.
  2. Weniger Wettbewerb: Historisch wurde weniger in Infrastruktur investiert, um die Energiewende zu beschleunigen; es gibt wenige lokale spezialisierte Manager.

Warum ist der Ausbau erneuerbarer Energien in Japan und Südkorea bislang vergleichsweise gering?
Wang: Während Nordamerika, UK und Europa früh Förderrahmen etablierten, starteten entwickelte APAC-Märkte später – beschleunigen nun aber.

Wo liegen konkrete Chancen – etwa bei Solar und Speichern?
Wang: In Japan z.B. trifft relativ geringe vorhandene erneuerbare Kapazität auf hohe Nachfrage der Unternehmen nach erneuerbarem Strom. Das kann langfristige, fixe Abnahmeverträge (20–25 Jahre) mit kreditwürdigen Abnehmern ermöglichen. Solar ist zudem schnell und kostengünstig ans Netz zu bringen, und parallel steigt der Bedarf an Netzinvestitionen und Batteriespeichern – ein schnell wachsendes Segment, u. a. in Australien und Japan.

Haben Investoren Anspruch auf die physischen Assets?
Wang: Ja. Direktes Eigenkapital in Infrastruktur bedeutet Eigentum an Realwerten – z. B. Land bzw. Landrechte oder Anlagen (Solar, Batterien und Auto-Ladestationen).

Was sind Vor- und Nachteile dieser Investments?
Wang: Der Vorteil ist die Kombination aus Verlustschutz durch Realwerte und Wertschöpfung wie bei Private Equity. Auf der defensiven Seite stützen essenzielle Dienstleistungen (Energie, Transport, Versorger) die Nachfrage; Cashflows sind oft vertraglich oder reguliert, und Sicherheiten wie Land, Netzanschlüsse, Equipment sowie Genehmigungen können Bewertungen stabilisieren. Auf der Chancen-Seite bieten Mid‑Market‑Infrastruktur und Energiewende-Segmente strukturelles Wachstum. Zu den Nachteilen zählt, dass die Anlagen kapitalintensiv und operativ komplex sind. Risiken entstehen u. a. durch Bau/Verzögerungen, Genehmigungen, Politik- und Technologiewechsel sowie Refinanzierungsbedingungen. Mid‑Market‑Assets sind zudem oft weniger liquide und stärker von spezialisierten Teams abhängig. In der Energiewende können Erlöse u.a. von Strompreisen, Netzengpässen oder der Kundennachfrage beeinflusst werden.


Andrew Wang ist Principal, Energy Transition Infrastructure, APAC, bei HSBC Asset Management.

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Risikohinweise:
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Weitere Informationen zu den potenziellen Risiken finden Sie im Basisinformationsblatt (KID) und/oder im Verkaufsprospekt, sobald diese veröffentlicht werden.