Es geht weiter aufwärts bei den Deckungsgraden der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen: Die privatrechtlichen Kassen steigerten ihn im zweiten Quartal dieses Jahres von 112,5 auf 113,6 Prozent. Im Schlussquartal 2022 lag er noch bei 110,1 Prozent. Der Höchststand von 122,1 Prozent aus dem Jahr 2021 ist zwar noch ein Stück entfernt, aber der Trend zeigt in die richtige Richtung.
Entwicklung der Deckungsgrade
Laut des Pensionskassen-Monitors von Swisscanto weisen inzwischen wieder 45,6 Prozent der privatrechtlichen Kassen eine Deckung von mehr als 115 Prozent auf. Im Vorquartal waren es lediglich 27,2 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen ist dieser Anteil mit 13,5 Prozent deutlich geringer. Immerhin ist auch hier eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorquartal (8,3 Prozent) zu erkennen. In Unterdeckung befinden sich auf privatrechtlicher Seite nur 1,3 Prozent der Anbieter, nach 9,2 Prozent Ende März. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung waren es 8,1 Prozent (Vorquartal: 22,2 Prozent). Ein vollkommen anderes Bild zeigt sich bei den öffentlichen Pensionskassen mit Teilkapitalisierung: Der Anteil derer, die eine Unterdeckung aufweisen, ist von 87,5 auf 88,9 Prozent angestiegen.
Anteile der Vorsorgeeinrichtungen pro Deckungsgrad-Bandbreite
Einen wesentlichen Beitrag zu der insgesamt positiven Entwicklung des Deckungsgrades im zweiten Quartal lieferte der Studie zufolge der Aktienmarkt. Auch die geschätzte vermögensgewichtete Rendite in Höhe von 1,43 Prozent, die die von Swisscanto erfassten Vorsorgeeinrichtungen erwirtschaften, profitierte von dessen Erholung. Während sich Obligationen uneinheitlich auf die Gesamtrendite auswirkten, war der Beitrag von Aktien vor dem Hintergrund einer global drohenden Rezession überraschend positiv. Der Renditerückgang bei den Obligationen hat sich positiv auf die Bewertung von Schweizer Obligationen ausgewirkt. Die Perfomance globaler Obligationen wurden jedoch durch die Stärke des Schweizer Franken gedrückt.
Indexrenditen ausgewählter Asset-Klassen
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Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.




