Edelmetallmärkte zeigen Stärke, Basismetalle verlieren an Glanz

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Im ersten Halbjahr 2023 verzeichneten die globalen Rohstoffmärkte uneinheitliche Entwicklungen. Das zeigt der jüngste Report des Edelmetallfonds-Beraters Stabilitas. Besonders auffällig war demnach der Anstieg des Goldpreises sowohl in Euro als auch in US-Dollar trotz steigender Zinsen. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von der wachsenden Investition in Gold als Inflationsschutz getrieben. Dabei spielen sowohl die hohe Inflation als auch die Suche nach Diversifikation zum US-Dollar durch Zentralbanken, insbesondere in Russland und China, eine bedeutende Rolle. Trotz des schwankenden weltwirtschaftlichen Umfelds wird erwartet, dass die private Goldnachfrage stabil bleibt, während die Zentralbankkäufe weiterhin eine hohe Nachfrage aufrechterhalten.

Der Silberpreis verfolgt weitgehend den Goldpreis, mit einem Hebel in beide Richtungen. Rohstoffexperten sehen Potenzial für Silber, aufgrund der Nähe zu Gold, auf 30 US-Dollar ansteigen zu können. Aber während Goldminengesellschaften dank komfortabler Gewinnspannen von bis zu 30 Prozent hohe Profitabilität zeigen, kämpfen Silberproduzenten derzeit mit niedrigen Gewinnen aufgrund des aktuellen Silberpreises. Der Platin- und Palladiummarkt zeigt ebenfalls sinkende Preise. Grund dafür ist die geringe globale Nachfrage nach Katalysatoren, was zu einer Reduzierung der Produktion führt und in den kommenden Jahren zu einem deutlich geringeren Angebot führen könnte.

Basismetalle reagieren empfindlich auf die globale Konjunktur und verzeichneten im ersten Halbjahr 2023 rückläufige Entwicklungen: Der Nickelpreis sank um etwa 30 Prozent, Blei um 8 Prozent, Aluminium um 6 Prozent und Zink um 17 Prozent. Kupfer hingegen blieb stabil mit einem geringen Gewinn von 1 Prozent. Trotz der Antizipation sinkender Zinsen zeichnet sich für Basismetalle weiterhin Druck ab, da sie zeitverzögert auf eine Erholung der Industrienachfrage reagieren. Der Ölpreis wird stark von der Konjunktur beeinflusst, stabilisiert sich jedoch durch frühere Investitionskürzungen und OPEC-Drosselungen.

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