M&A ist beliebtester Werttreiber im Private Equity

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Eine neue Studie von FTI Consulting zeigt, dass Private-Equity-Gesellschaften Übernahmen aus Gründen der Wertsteigerung gespalten gegenüberstehen. Die Studie hat insgesamt 555 Entscheider von Private-Equity-Gesellschaften in 14 Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar 51 Prozent der Befragten mit einer Übernahme ihre Ziele übertreffen konnten, dennoch sind nur wenige von der Effizienz des Unterfangens überzeugt. sind nur wenige von der Effizienz des Unterfangens überzeugt.

Noch vor einem Jahr standen Übernahmen und Zukäufe (M&A) auf dem letzten Platz der Prioritätenliste, wenn es um Maßnahmen zur Wertsteigerung von Portfolio-Gesellschaften ging. Mittlerweile sind sie für 24 Prozent der befragten Entscheider auf dem ersten Platz. Dort haben sie die Kostenoptimierung abgelöst, die auf den vierten Platz abgerutscht ist. Als Grund für den Aufstieg von Transaktionen sieht die Studie die stabileren Kapitalkosten, welche eine bessere Kalkulierbarkeit mit sich bringen.

Es hakt oftmals an der Umsetzung

Obwohl die Transaktionen es auf den ersten Platz geschafft haben, gaben 65 Prozent der befragten PE-Entscheider an, dass die Umsetzung von der Idee bis hin zur Integration eher ineffizient ist. Die Kostenoptimierung dagegen sehen 60 Prozent als effizient an.

Dabei scheint es nach Angaben der Befragten immer wieder an drei Punkten zu haken: Die Integration sei sehr komplex, es gebe Bewertungsdifferenzen und es komme zu kulturellen Konflikten zwischen den betroffenen Unternehmen. Außerdem kommt hinzu, dass es bei Transaktionen sehr lange, meist über ein Jahr, dauert, bis sich Ergebnisse zeigen.

„Ob ein Deal die erwarteten Erträge bringt oder übertrifft, entscheidet sich in der Umsetzung, und genau dort sollten Fonds und ihre Beteiligungen jetzt den Fokus setzen“, sagt Andreas Stöcklin, Senior Managing Director und Leiter des Transaktionsbereichs von FTI Consulting in Kontinentaleuropa. Seiner Ansicht nach zeichnen sich erfolgreiche M&A-Prozesse dadurch aus, dass Unternehmen Übernahmen als Kernkompetenz aufgebaut haben. Das beinhalte feste Abläufe, einen vorgefertigten Plan für die ersten 100 Tage, ein eigenes Team, das die Eingliederung steuere, sowie eine frühzeitige Zusammenführung der Unternehmenskulturen.

Im Healthcare-Sektor wird besonders häufig zugekauft

Neben der Organisation der Übernahme, zeigte die Studie ebenfalls auf, dass sich Übernahmen in manchen Branchen eher auszahlen als in anderen. So übertreffen der Einzelhandel und die Versicherungsbranche mit jeweils 63 Prozent am häufigsten ihre gesetzten Ziele. Die Telekommunikation und Konsumgüterhersteller dagegen liegen mit jeweils 42 Prozent am unteren Ende. Der Healthcare-Sektor dagegen brachte ein sehr differenziertes Stimmungsbild hervor: Hier werden mit 77 Prozent die meisten Übernahmen getätigt, doch nur 44 Prozent können damit ihre Ziele erreichen und sogar nur 32 Prozent berichten von effizienten Übernahmeprozessen.

Als Grund für die schwache Bilanz bei den Konsumgüterherstellern nennt der Report, dass Bieterverfahren von markenstarken Unternehmen häufig schnell hochgeboten werden. Deshalb spiegle der Kaufpreis eher den Markenwert als die tatsächliche Ertragskraft und führe dazu, dass die Wachstumserwartungen nach dem Kauf enttäuscht werden.

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