apoBank und Deutsche Credit kooperieren im Private-Debt-Geschäft

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Die Deutsche Credit und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) haben eine strategische Kooperation im Private-Debt-Segment vereinbart. Ziel ist der Ausbau von Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen im Gesundheitssektor. Grundlage bildet ein von der Deutschen Credit initiierter Senior-Debt-Fonds nach Luxemburger Recht.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht ein gemeinsamer „Origination-Ansatz“, bei dem die apoBank ihr Kundennetzwerk im Gesundheitswesen sowie ihre Kreditexpertise beisteuert und das Fundraising unterstützt. Die Deutsche Credit will vor allem ihre Verbindungen zu mittelständischen Unternehmen in der DACH-Region sowie ihre Fondsstrukturen einbringen. Um regulatorischen Anforderungen zu entsprechen, liegen die Kreditentscheidungen für Fondsanlagen ausschließlich bei der Deutschen Credit.

„Private-Debt-Markt ohne Sponsorenhintergrund kaum erschlossen“

Der Fonds soll vor allem nicht gesponserte Senior-Debt-Finanzierungen für mittelständische Unternehmen bereitstellen. Jedoch ist nur rund ein Drittel der Allokation für den Gesundheitssektor vorgesehen, während der Rest sektorübergreifend investiert werden kann. Beide Partner planen, die Kooperation perspektivisch um weitere Fondsstrategien sowie Co-Lending-Programme zu erweitern.

Deutsche-Credit-Gründer Nicolaus Loos ordnet die Partnerschaft in eine strukturelle Marktveränderung ein: „Wir beobachten seit Längerem eine steigende Nachfrage nach alternativen Unternehmensfinanzierungen entlang der gesamten Kapitalstruktur bei mittelständischen Unternehmen. […] Dennoch ist der Private-Debt-Markt für Unternehmen ohne Sponsorenhintergrund bislang kaum erschlossen.“

Die Deutsche Credit hatte erst vergangene Woche die Umwandlung zur Aktiengesellschaft bekannt gegeben. Im gleichen Zug ernannte das Haus neue Aufsichtsratsmitglieder. 2018 von Loos gegründet, musste das Unternehmen 2021 Insolvenz anmelden. Im September 2024 beteiligte sich schließlich 4Tree Capital als Ankerinvestor.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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