Der auf alternative Anlagen fokussierte Asset Manager Gresham House hat sich mit den Eigentümern von SUSI Partners auf eine Übernahme geeinigt. Die in Zürich ansässige Gesellschaft gilt als etabliert im Segment von Eigen- und Fremdkapitalinvestitionen in Infrastruktur der Energiewende.
Gresham House bringt vor allem seine marktführende Position im britischen Markt für Batterie-Energiespeicherung in die Fusion ein. Beide Unternehmen erwarten von der Kombination eine stärkere Positionierung in einem dynamisch wachsenden Marktsegment.
Ausbau der Reichweite
Mit der Übernahme erweitert Gresham House seine Aktivitäten über Großbritannien hinaus. Der Zugang zu Kontinentaleuropa und Südostasien gilt als zentral für die internationale Wachstumsstrategie des Unternehmens. Das kombinierte Geschäft im Bereich Energiewende verwaltet künftig Vermögen von etwa 3,1 Milliarden Euro, womit die neue Einheit zu den zehn größten Anbietern in Europa zählt. Insgesamt steigt das verwaltete Vermögen von Gresham House durch die Transaktion auf rund 11,9 Milliarden Euro.
Führung und Kontinuität
Alle Mitarbeiter von SUSI Partners wechseln zu Gresham House. Marco van Daele, bislang CEO von SUSI Partners, übernimmt die Leitung des fusionierten Geschäftsbereichs Energiewende. Das bestehende Team für Batterie-Energiespeicherung in Großbritannien bleibt unter der Verantwortung von Ben Guest tätig.
Die bisherigen Portfoliomanager von SUSI Partners setzen ihre Arbeit in den Bereichen Eigenkapital, Kredit und Asien-Strategien fort. Damit soll Kontinuität für Investoren gewährleistet bleiben.
Marktumfeld und Perspektiven
Die Nachfrage nach Kapital für Projekte der Energiewende gilt als erheblich. Nach Schätzungen beliefen sich die weltweiten Investitionen im vergangenen Jahr auf 1,8 Billionen Euro. Um die internationalen Klimaziele zu erreichen, müssten sie bis 2035 deutlich steigen.
Die neue Einheit positioniert sich darauf, Investoren Zugang zu einem breiteren Spektrum von Anlagemöglichkeiten zu bieten – von Eigenkapital über Kreditstrategien bis hin zu Co-Investments. Thematisch stehen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung sowie Elektrifizierung im Fokus. Für 2026 ist eine Erweiterung um eine Strategie für Südostasien vorgesehen.
