Ray Dalio hat seine letzten Anteile an Bridgewater Associates verkauft. Der Gründer des größten Hedgefonds der Welt schließt damit ein Kapitel, das 1975 begonnen hat. Wie hoch der Wert seiner Beteiligung war, die das Unternehmen ihm abkaufte, ist nicht bekannt.
Bridgewater bestätigte im Zuge des fünfzigsten Firmenjubiläums den Abschied auf ihrem YouTube-Channel. „Als ich anfing, wollte ich eine sinnvolle Arbeit und sinnvolle Beziehungen – ich hatte keine Ahnung, wie großartig es sein könnte, wie schwierig es sein könnte“, erklärt Dalio dort im Interview mit Jim Haskel, Head of Client Service bei Bridgewater.
Dabei hatte Dalio seinen Abschied bereits vor zehn Jahren angekündigt. 2017 gab er seine CEO-Rolle auf, 2022 dann auch die des Co-Investmentchefs, und nun verlässt er schließlich den Verwaltungsrat.
Bridgewaters AUM sanken 2024 deutlich.
Bridgewater nahm 2024 einen starken Rückgang des verwalteten Vermögens hin. Die AUM sanken um 18 Prozent auf rund 92 Billionen US-Dollar. Der Rückgang ist auf die freiwillige Auszahlung von Kapital an Investoren und die Reduzierung der Netto-Zuflüsse in den Flaggschiff-Fonds „Pure Alpha“ zurückzuführen.
Bridgewater verspricht sich davon mehr Flexibilität in der Investmentstrategie. Das Unternehmen möchte seine Produktpalette über den traditionellen makroökonomischen Ansatz hinaus diversifizieren. Vor allem Asia-fokussierte Strategien und Künstliche Intelligenz rücken vermehrt in den Fokus von Bridgewater.
Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

