Altersvorsorgedepot bei Maklern heiß diskutiert

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Die DKM, die Leitmesse für die Finanz- und Versicherungsbranche, haben in den vergangenen zwei Tagen 14.127 Finanz- und Versicherungsprofis in Dortmund besucht. Das sind 277 mehr als im Vorjahr. „Gerade in diesen Zeiten, in denen wir Unsicherheiten bei der Altersvorsorge verzeichnen, sind Vermittler als Kümmerer des Kunden gefragter denn je“, sagt Messechef Tobias Knörrer.

Vermittler übernehmen in diesem schwierigen Umfeld eine wichtige Aufgabe. „Verbraucher und Unternehmen benötigen gerade jetzt eine umsichtige Begleitung in Finanz- und Absicherungsfragen“, erläutert Lisa Knörrer, Geschäftsführerin der bbg, Veranstalter der DKM. Gefordert seien aber nicht nur die Maklerinnen und Makler, sondern die gesamte Finanz- und Versicherungswirtschaft. Denn auch die Maklerbetriebe stehen angesichts des Fachkräftemangels, der Marktkonsolidierungen, Kundenansprüche, Deckungsnotstände, Regulierung, des möglichen Provisionsverbots und der von KI getriebenen Digitalisierung vor großen Herausforderungen.

Eines der heiß diskutierten Themen in Dortmund war das neue Altersvorsorgedepot, das die Reform der privaten Altersvorsorge zutage gefördert hat. „Es gibt noch viel im Detail zu klären. Doch alle sind sich einig, dass eine Reform her muss“, kommentiert Cvetelina Todorova, Leiterin Altersvorsorgepolitik beim Fondsverband BVI, ihren DKM-Besuch auf LinkedIn. Viele Messebesucher fragen sich aber auch: Hält die Regierung durch, um das Gesetzgebungsverfahren tatsächlich durchzuziehen? „Viele scheinen daran zu zweifeln“, so die BVI-Expertin.

Auch die bAV war unter den Finanz- und Versicherungsexperten in den Dortmunder Messehallen ein Schwerpunkt. „Im Fokus steht für mich die Qualität der Beratung und die Attraktivität der Produkte“, sagt Fabian von Löbbecke, Vorstandsmitglied bei der HDI Group. Der Gesetzgeber habe mit dem BRSG II die Chance verpasst, die bAV zu vereinfachen, Regelungslücken zu schließen oder neue Motivationsanreize zu bieten. „Wir müssen innovativer und schlanker werden“, lautet von Löbbeckes Marschroute: „Wenn also die Politik keine Innovationen bietet, müssen wir als Anbieter ran und die Potentiale der bAV weiter heben.“ Denn mit neuen Tools, einfacher Kommunikation und flexiblen Lösungen werde die bAV für alle attraktiver – für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und auch für den Vertrieb.

Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

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