Immobilienspezialfonds: Neugeschäft bricht ein

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Das dritte Quartal 2025 hat einen deutlichen Einbruch beim Neugeschäft von Immobilienspezialfonds gebracht. Das Hannoveraner Beratungshaus Kommalpha beziffert das Nettomittelaufkommen auf lediglich 485 Millionen Euro – der mit Abstand geringste Quartalswert der vergangenen Jahre. Die Zahlen stammen aus der aktuellen Ausgabe des „Immobilienspezialfondsmarkt Quarterly“, die Kommalpha auf Basis von Bundesbank-Daten zum 30. September 2025 erstellt hat.

Deutlicher Rückgang gegenüber Vorquartalen

Die Zahlen zeigen einen klaren Abwärtstrend. Zum Vergleich hat das Nettomittelaufkommen im zweiten Quartal 2025 noch bei 1.042 Millionen Euro gelegen, im ersten Quartal bei 1.303 Millionen Euro. Das vierte Quartal 2024 hatte sogar noch 2.732 Millionen Euro erreicht.

Clemens Schürhoff, Vorstand bei Kommalpha, ordnet die Entwicklung ein: „Das geringe Nettoneugeschäft des Berichtsquartals ist angesichts der weiterhin herausfordernden Lage am Immobilienmarkt nicht wirklich überraschend. Immerhin sind die Nettoflows noch signifikant positiv“. Allerdings könne das schwache Quartal als Anzeichen gedeutet werden, dass der Strom der abgerufenen Commitments weniger wird, so Schürhoff. Dazu müsste diese Entwicklung allerdings über einige Quartale anhalten oder die Nettoflows in den negativen Bereich rutschen. „Davon sind wir zurzeit noch weit entfernt“, ergänzt er.

Vertriebsindex CAIPI fällt auf 47,4 Punkte

Die rückläufige Entwicklung beim Neugeschäft zeigt sich auch im Long-Term CAIPI, einem von Kommalpha entwickelten Index für das Vertriebssentiment am Markt der Immobilienspezialfonds. Ende September 2025 steht der Index bei 47,4 Punkten und ist damit um 5,1 Punkte gegenüber Ende Juni gefallen.

Der Index setzt das durchschnittliche Nettomittelaufkommen der vergangenen zwei Jahre ins Verhältnis mit dem Durchschnitt der zwei Jahre davor. Das durchschnittliche monatliche Nettomittelaufkommen der letzten zwei Jahre beziffert sich auf 528,1 Millionen Euro, während der entsprechende Wert der 24 Monate davor bei 1.115,3 Millionen Euro lag.

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