Immobilienmarkt: Keine Besserung vor 2024

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In ihrer Online-Pressekonferenz kommen Experten des Immobilienmanagers Industria, der Hamburg Commercial Bank (HCOB), des Investmentmanagers HIH Invest und von CR Investment Management zu einer verhaltenen Bewertung des Immobilienmarktes. Die größten Anpassungen unter neuen Rahmenbedingungen lägen hinter der Branche, doch die Preisfindungsphase sei noch nicht endgültig abgeschlossen. vorbei und insbesondere

„Das aktuelle Zinsniveau, die erhöhte Inflation sowie die unsichere konjunkturelle Entwicklung bremsen den Transaktionsmarkt massiv“, sagt Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden bei der HCOB. Insbesondere Projektentwicklungen hätten es derzeit sehr schwer. Der Wettbewerb um zentrale Core-Objekte und nachhaltige Greenbuildings nehme stattdessen weiter zu.

Industria investiert 2023 bis zu 250 Millionen Euro

„Großvolumige Deals und größere Portfoliotransaktionen bleiben weiter die Ausnahme. Stattdessen stützen kleinere Volumina ein Stück weit den Markt und sorgen sukzessive für Belebung“, hebt Felix Meyen, Geschäftsführer von HIH Invest, hervor. Doch im Gegensatz zu den Boom-Zeiten stellten Investoren inzwischen große Anforderungen an die Lage-, Objekt-, und Flächenqualitäten.

So will Industria bis zum Jahresende bis zu 250 Millionen Euro investieren. Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer des Investmentmanagers, sieht den Druck auf Verkäuferseite wachsen: „Sie müssen ihre Objekte anbieten und sich auf Preisnachlässe einlassen“.

Auch Axmann geht deswegen von weiteren Marktbereinigungen und einem „Anstieg der Insolvenzen und Abschlägen von bis zu 30 Prozent bei den Immobilienwerten“ aus. Chancen auf eine branchenweite Besserung der Situation sehen die Experten erst im Verlauf von 2024. Noch bräuchten die Akteure Zeit, um sich an die neuen Rahmenbedingungen zu gewöhnen.

Davon geht auch Torsten Hollstein, Geschäftsführer der CR Investment Management so: „[Die EZB] wird voraussichtlich noch ein bis zwei weitere kleine Zinsanhebungen im laufenden Jahr vornehmen. Dies erschwert die Preisfindung auf den Immobilienmärkten und treibt die Refinanzierungskosten weiter in die Höhe“

Arrian Correns war Redakteur bei dpn. Er schrieb vor allem zu den Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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