Die Kurse der Kryptowährungen steigen im Rekordtempo – und rascher als während der Dotcom-Blase.

Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat eine massive Wertsteigerung hingelegt – von 505 Dollar Ende 2016 auf mittlerweile über 4500 Dollar. Noch rascher schoss die zweitwichtigste Internetwährung Ether in die Höhe. 11 Dollar kostete ein Ether Ende 2016, nun sind es 380 Dollar. 2015 wurde der Ether für rund 50 Cent gehandelt.

In der Finanzbranche sind die Meinungen geteilt. Einige sehen in den Kryptowährungen – mittlerweile werden mehr als 900 dieser alternativen Coins auf Marktplätzen im Netz gehandelt – die Aktie der Zukunft. Viele Start-ups besorgen sich Kapital durch die Ausgabe von virtuellen Währungen, was die Finanzwelt umwälzen könnte. Der Nebenfinanzmarkt der Kryptowährungen wird auf ein Volumen von 150 Milliarden Dollar geschätzt.

Kritiker warnen andererseits vor der Mutter aller Blasen. Gemäss der Finanzplattform Bloomberg hat sich bei keiner Blase seit den 1990er Jahren der Wert zuvor innerhalb so kurzer Zeit so rasch aufgebläht wie bei Bitcoin. Selbst einer der Etherum-Gründer, Herausgeberin von Ether, spricht von einer „tickenden Zeitbombe“. Die amerikanische Börsenaufsicht warnt vor Betrügereien bei Kryptowährungen und China überlegt sich sogar ein komplettes Verbot.

Wie dramatisch ist ein Platzen der Blase? Bei einem Umlaufwert von rund 150 Milliarden Dollar wären die Erschütterungen noch relativ klein, wenn man sich die normalen Wertschwankungen der grossen Tech-Aktien Facebook, Amazon, Netflix oder  Google vergegenwärtigt. Die sogenannten FANG-Titel schwanken innerhalb eines Tages gemeinsam um bis zu 100 Milliarden.

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