Strategiewechsel in der bAV

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Kapitalanlage in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) befindet sich im strukturellen Wandel. Die Zinswende, geopolitische Spannungen und neue regulatorische Impulse stellen bewährte Allokationslogiken auf den Prüfstand. Zugleich rücken mit neuen regulatorischen Impulsen Infrastrukturinvestments stärker ins Zentrum der Debatte. Dieser Beitrag ordnet den Wandel entlang dreier Entwicklungslinien: Kapitel eins bietet einen Rückblick auf das Kapitalmarktumfeld bis 2022. Kapitel zwei und drei analysieren die Reaktionsmuster institutioneller Anleger auf Zinswende und geopolitische Umbrüche. Kapitel vier beleuchtet neue Spielräume für Infrastrukturinvestments. Die Analyse basiert auf praktischen Erfahrungen als Assetmanager und Berater bei der Steuerung von Pensionsvermögen.

  1. Rückblick vergangene Dekade

In der vergangenen Dekade bis 2022 standen viele Entscheider in der bAV-Kapitalanlage vor einer strategischen Herausforderung. Klassische Anlagen in sichere Staatsanleihen oder Einlagen waren im Negativzinsumfeld nicht nur unattraktiv, sondern führten teils auch zu Kapitalverlusten. In Folge eröffneten sich diese Anleger verstärkt für breitere Kapitalmarktstrategien: Über Spezialfonds erweiterten sie den Zugang zu neuen Anlagechancen, erhöhten bewusst ihre Zins- und Spreadrisiken und berücksichtigen illiquide Investments stärker im Portfolio. Gleichzeitig ermöglichte die Professionalisierung der Anlageprozesse auch die zunehmend komplexeren Anforderungen an Regulatorik und Risk-Management.

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