Die Pläne der Commerzbank im Asset Management scheinen deutlich ambitionierter zu sein als bisher gedacht. Die Mitte Januar verkündete Übernahme der Hamburger Investment-Boutique Aquila Capital, mit der ein führender europäischer Asset Manager für nachhaltige Anlagestrategien geschaffen werden soll, ist laut Informationen von Finanz-Szene nur der Auftakt einer Reihe weiterer Akquisitionen. Ziel soll die Ansammlung verschiedener Asset-Management-Spezialisten unter dem Dach der Commerzbank sein.
Mit der Ausschau nach potenziellen Übernahmekandidaten gehe eine „veritable Personal-Offensive“ einher. So soll der auf das Wealth und Asset Management spezialisierte Headhunter BiermannNeff eingeschaltet worden sein. Zudem konnte die Bank drei Neuzugänge gewinnen, die sie beim Frankfurter Family Office Finvia abwarb: Neben Asad Kahn, früher bei Julius Bär, der künftig das Asset Management bei der Commerzbank leiten soll, schossen sich auch Ersin Soykandar, ehemals bei Merck-Finck sowie Sebastian Ahlhorn, der bereits beim Hamburger Family Office Spudy tätig war, dem Geldhaus an. Insidern zufolge sind diese Zugänge kein Zufall, vielmehr suche die Commerzbank gezielt nach Spezialisten mit Kontakten zu vermögenden Family Offices. Laut einer Sprecherin der Bank seien diese neben Corporates und Institutionals eine Kernzielgruppe.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

