Barmenia Gothaer setzt Integration fort

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Rund anderthalb Jahre nach der Fusion von Barmenia und Gothaer wird nun auch der Vermögensverwalter der Gruppe auf neue Beine gestellt. Die Barmenia Gothaer Asset Management (BG AM) führt dafür die zwei unterschiedlichen System- und Datenlandschaften der Ursprungshäuser zusammen. Als technische Klammer dient eine „integrierte Front-to-Back-Plattform“ von Bloomberg und Clearwater Analytics, die nach Angaben der Anbieter eine einheitliche Datenbasis und eine Gesamtportfoliosicht über liquide und illiquide Anlagen schaffen soll.

Im Front Office bleibt Bloomberg gesetzt. Die BG AM nutzt Bloomberg als Investment Book of Record sowie als Order-Management-System und greift auch für Risiko- und Attributionsanalysen auf Bloomberg-Ressourcen zurück. Clearwater bildet im Gegenzug künftig die technologische Basis für das gesamte Middle- und Backoffice, einschließlich der Bereiche Accounting, Datenabgleich, dem regulatorischem Reporting und Compliancefunktionen über alle Anlageklassen hinweg. Ein zentraler Baustein ist laut Mitteilung zudem ein Managed Service, der für eine täglich bereinigte und abgeglichene Datenbasis sorgen soll.

50 Milliarden Euro AUM

BG-AM-Vorstandssprecher Gerrit Heine verbindet die Umstellung mit dem Anspruch, Komplexität zu reduzieren und den Überblick zu erhöhen: „Gemeinsam werden beide Unternehmen die Komplexität in unserem Kapitalanlagemanagement verringern, die Transparenz verbessern, die Automatisierung unserer Arbeitsabläufe sicherstellen und eine zukunftssichere Investmentplattform schaffen.“ Die BG AM verantwortet laut Mitteilung ein Anlagevolumen von über 50 Milliarden Euro und zählt damit zu den größten Asset Managern der deutschen Versicherungsbranche. Neben konzerninternen Kapitalanlagen bietet sie auch Mandate für private und insbesondere institutionelle Anleger an.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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