Fonds sind als Teil der Altersvorsorge nicht mehr wegzudenken. In Zeiten, in denen das Vertrauen in ein zukunftsfähiges gesetzliches Rentensystem schwindet, wird private Vorsorge immer wichtiger. In Deutschland ist die Fondsbranche bereits der größte Verwalter von Altersvorsorgekapital. Zur Jahresmitte 2025 verwaltete sie Angaben des Fondsverbands BVI zufolge 2.020 Milliarden Euro, was rund 44 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens in Höhe von 4.700 Milliarden Euro entspricht. Damit ist das Vermögen für Altersvorsorgezwecke in den vergangenen drei Jahren um knapp 300 Milliarden Euro gewachsen.
Den größten Anteil macht mit 590 Milliarden Euro die betriebliche Altersvorsorge (bAV) aus, während für kapitalbindende Lebensversicherungen 530 Milliarden Euro investiert werden. Berufsständische Versorgungswerke kommen auf 520 Milliarden Euro. Auf die Zusatzversorgung der Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden sowie den Kirchen entfallen 180 Milliarden Euro.
Stimmung am Krypto-Markt hellt sich auf
Eine in der Altersvorsorge untergeordnete Rolle spielen digitale Vermögensfonds. Aber auch sie verzeichnen anhaltende Zuflüsse, wie aktuelle Zahlen von CoinShares zeigen. Demnach flossen ihnen auf Wochenbasis zuletzt 864 Millionen US-Dollar zu. „Dies ist die dritte Woche in Folge mit insgesamt moderaten Kapitalbewegungen, was auf eine vorsichtige, aber zunehmend optimistische Anlegerbasis hindeutet“, so James Butterfill, Head of Research bei CoinShares. Aus Deutschland kamen 68,6 Millionen Dollar, während die USA mit 796 Millionen Dollar den Löwenanteil stemmen.
Auf Asset-Ebene zog Bitcoin mit 522 Millionen Dollar die meisten Zuflüsse an, bei Ethereum waren es 338 Millionen Dollar. Short-Bitcoin-Anlageprodukte generierten sogar Abflüsse in Höhe von 1,8 Millionen Euro, was ebenfalls für eine zuversichtlichere Stimmung spricht. Dennoch: Mit Zuflüssen von 27,7 Milliarden Dollar seit Jahresbeginn ist die wichtigste Kryptowährung weit vom Niveau des vergangenen Jahres entfernt, als sie noch 41 Milliarden Dollar einsammelte.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

