Dynamische Asset Allokation in Zeiten der Unsicherheit

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Laut einer globalen Umfrage von Amundi unter rund 160 Altersvorsorgeeinrichtungen gewinnt die Dynamische Asset Allokation (DAA) zunehmend an Bedeutung. Investoren setzen auf DAA, um Risiken zu minimieren und flexibel auf kurzfristige Marktveränderungen zu reagieren.

Die Umfrage von Amundi und CREATE-Research unter 158 Altersvorsorgeeinrichtungen, die gemeinsam ein Vermögen von 2,9 Billionen Euro verwalten, zeigt, dass DAA vor allem in Zeiten der Marktvolatilität und geopolitischer Unsicherheiten immer relevanter wird.

DAA als flexible Anpassung an Marktdynamiken

Im Gegensatz zur Strategischen Asset Allokation (SAA), die langfristige Stabilität bietet, passt DAA Portfolios regelmäßig an sich ändernde Marktbedingungen an. 73 Prozent der befragten Investoren nutzen DAA bereits, um ihre Anlageziele zu erreichen. 63 Prozent berichten von einer erhöhten Resilienz ihrer Portfolios aufgrund dieser Strategie.

Laut Amundi und CREATE-Research steht bei DAA vor allem die Risikominimierung im Vordergrund: 58 Prozent der Befragten nennen den Schutz vor Verlusten als Hauptziel ihrer DAA-Strategien. Besonders in Reaktion auf die gestiegene Marktvolatilität, Inflationsdruck und politische Instabilität seit 2022 wird DAA eingesetzt.

Neben der Risikominimierung setzen 39 Prozent der Befragten DAA ein, um die risikobereinigte Rendite zu verbessern, und 34 Prozent versuchen, von temporären Marktverzerrungen zu profitieren.

Risikomanagement als zentrales Ziel

Ein weiterer Vorteil der DAA ist ihre Anpassungsfähigkeit an neue Marktbedingungen. 83 Prozent der befragten Investoren sehen in DAA eine Antwort auf die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die Pandemie, den Ukraine-Konflikt und andere globale Unsicherheiten ausgelöst wurden. DAA ermöglicht es, schnell auf strukturelle Veränderungen zu reagieren, wie etwa auf politische Entwicklungen in den USA, die einen erheblichen Einfluss auf die Marktentwicklungen haben.

DAA bietet den institutionellen Investoren die Flexibilität, kurzfristig auf Marktentwicklungen zu reagieren, ohne die langfristige Ausrichtung des Portfolios zu gefährden. 62 Prozent der Befragten sehen DAA als „periodische Abweichung von der SAA“, wobei die SAA weiterhin die langfristige Grundlage des Portfolios bildet.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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