16.07.2019 | Von Bernhard Raos

SRI-Investments sind noch ein zartes Pflänzchen

Privatanleger zögern noch bei nachhaltigen Investments. Weniger als 10 Prozent halten Anteile an SRI-Fonds.

Bildquelle: Alberto Masnovo/iStock/GettyImagesPlus

Zwar steigt das Bekenntnis zu Socially Responsible Investment (SRI) bei europäischen Anlegern wie auch die Bereitschaft, Geld nachhaltig anzulegen. Doch das tatsächliche Anlagevolumen in nachhaltigen Fonds ist noch sehr gering: Gerade mal 5 bis 7 Prozent der Anleger halten Anteile an SRI-Fonds. Dies das ernüchternde Fazit einer aktuellen Studie von BNP Paribas Asset Management unter 5.000 Privatanlegern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien und den Niederlanden mit einem Sparvermögen von mindestens 50.000 Euro.

Dazu bekennen und tun sind offensichtlich zweierlei. So erklären sich 64 Prozent der Privatanleger bereit, mindestens einen Teil ihrer Ersparnisse in SRI anzulegen. Im Portfolio sind es dann allerdings bis zu dreizehnmal weniger. Und 46 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich von ihren Finanzberatern mehr Informationen zu SRI.

Sicherheit und Rentabilität wichtiger

Sicherheit (31 Prozent) und Rentabilität (30 Prozent) sind für Privatanleger bei der Geldanlage am wichtigsten. Kriterien wie der ethische, soziale oder ökologische Mehrwert einer Kapitalanlage (16 Prozent) werden noch nicht als entscheidende Argumente wahrgenommen. Bezogen auf nachhaltigen Anlagen kommen Umwelt- und Klimafreundlichkeit an erster Stelle (für 28 % der Umfrageteilnehmer), vor sozialen Aspekten (15 Prozent) und der Ernährung (10 Prozent).

Europäischen Anleger sind auch skeptisch sind, was die potenzielle Performance von SRI betrifft. So glauben gesamthaft nur 19 Prozent, dass SRI in puncto Rendite mit herkömmlichen Anlagen mithalten können. 11 Prozent sind es in den Niederlanden, 24 Prozent in Italien, 21 Prozent in Frankreich, 20 Prozent in Deutschland und 17 Prozent in Belgien.

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