Trotz Ukrainekrieg, Inflation und Schwierigkeiten in den Lieferketten aufgrund von Corona haben institutionelle Investoren im Jahr 2022 mehr Geld in offene Immobilien-Spezialfonds investiert als im Jahr zuvor. Eine Analyse der Bundesbank-Zahlen zeigt, dass den Fonds insgesamt netto 15,2 Milliarden Euro zugeflossen sind, was einem Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Nettofondsvermögen aller offenen Immobilien-Spezialfonds ist laut Bundesbank am 31. Dezember 2022 von 154,2 Milliarden Euro auf 173,5 Milliarden Euro gewachsen.
Michael Schneider, Geschäftsführer der KVG INTREAL: „Die Bundesbankzahlen zeigen, dass institutionelle Investoren auch oder insbesondere in einem schwierigen Umfeld weiter in Immobilien investieren. Dies liegt teilweise sicherlich daran, dass andere Assetklassen wie Aktien und Anleihen sich im Jahr 2022 deutlich volatiler entwickelt haben. Auch die hohe Kontinuität der Ausschüttungen bei den Immobilienfonds dürfte für viele Investoren ein entscheidendes Argument sein.“
Obwohl es Abflüsse von etwa 3,9 Milliarden Euro gab, werden sie im Vergleich zum Gesamtvermögen als überschaubar betrachtet. Die Unsicherheit bei vielen institutionellen Investoren hinsichtlich der neuen Immobilienrenditewerte wird voraussichtlich zu niedrigeren Nettomittelzuflüssen im Jahr 2023 führen.
Schneider bewertet diese Abflüsse angesichts der vielfältigen negativen Marktentwicklungen als überschaubar. Für das Gesamtjahr 2023 rechnet er mit insgesamt niedrigeren Nettomittelzuflüssen. Die Unsicherheit auch im Hinblick auf die sich austarierenden relevanten „neuen“ Immobilienrenditewerte – und damit verbunden die abwartende Haltung – sei bei vielen institutionellen Investoren immer noch sehr ausgeprägt, was sich dämpfend auf die Zuflüsse auswirke, so Schneider.
INTREAL ist mittlerweile zur größten KVG Deutschlands im Immobilien-Spezialfondsbereich aufgestiegen, mit einem Nettofondsvermögen aller offenen Immobilien-Spezialfonds von 22,2 Milliarden Euro und einem Marktanteil von etwa 14 Prozent. Im Jahr 2022 flossen den INTREAL-Fonds etwa 2,7 Milliarden Euro zu, was einem Anteil von 20,6 Prozent an den Zuflüssen aller Vehikel entspricht.
„Der deutsche offene Immobilien-Spezialfonds ist für unsere Fondspartner nach wie vor das wichtigste Vehikel der indirekten Immobilienanlage. Die INTREAL ist mittlerweile bei Investoren und Asset Managern am Markt etabliert. Wir können Standards setzen und sind bei vielen komplexen Themen – beispielsweise im Bereich ESG oder Risikomanagement – zu nachgefragten Experten geworden. Dieses Expertenwissen bieten wir deshalb jetzt auch in Form einer Best-Practice-Beratung über unsere Tochtergesellschaft INTREAL Solutions am Markt an“, resümiert Schneider.
