Projektentwickler hatten in den letzten zwölf Monaten keine Schwierigkeiten, ihre Verkaufs- und Erwerbsziele zu erreichen. Hingegen sahen sich Investoren mit einer vorsichtigen Ankaufsstrategie in der aktuellen Marktsituation zunehmend vor Herausforderungen gestellt. Diese und die folgenden Informationen gehen aus einer aktuellen Studie von Cushman & Wakefield hervor. 125 Fachleute aus den Bereichen Vermögens- und Investmentmanagement, Projektentwicklung, Family Offices, REITs und Fondsgesellschaften wurden für die Umfrage befragt.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass Investitionen in Gesundheitsimmobilien in der Regel als Teil einer diversifizierten Anlagestrategie betrachtet werden. Investoren streben eine Vielfalt von Anlageklassen an, darunter auch Gesundheits- und Wohnimmobilien. Von den befragten Teilnehmern gaben 88 Prozent an, in Gesundheitsimmobilien investiert zu sein, während 65 Prozent gleichzeitig in Wohnimmobilien investieren. Diese Kombination ist naheliegend, da sowohl Seniorenwohnungen als auch ambulante Pflegeeinrichtungen beide Anlageklassen miteinander verbinden.
Die Mehrheit der Investoren erwartet kurzfristig fallende Kaufpreise, ist jedoch uneinig über die Entwicklung in den nächsten fünf Jahren. Derzeit liegt der Fokus vieler Investoren auf ihren eigenen Immobilienbeständen, wobei energieeffiziente Maßnahmen als erste Wahl zur nachhaltigen Wertsteigerung angesehen werden.
Die Umfrage konzentrierte sich auch auf die erklärten Investitionsziele und deren Erfüllungsgrad sowie auf die Meinungen der Investoren zum Finanzierungsumfeld. In Bezug auf die Mieten gehen die Befragungsteilnehmer größtenteils von einem Anstieg in naher und mittelfristiger Zukunft aus. Etwa 40 Prozent prognostizieren für die kommenden zwölf Monate einen Anstieg um bis zu 2,5 Prozent.
In Bezug auf den geographischen Fokus der Investoren zeigt sich, dass das Interesse nicht auf eine bestimmte Region oder Art von Gesundheitsimmobilien beschränkt ist, da diese deutschlandweit in Groß- und Kleinstädten von systemischer Bedeutung sind. Allerdings ist erkennbar, dass Ärztehäuser und medizinische Versorgungszentren bevorzugt in den deutschen Top-7-Städten angesiedelt sind. Objekte für Betreutes Wohnen sind gleichmäßig in A-, B- und C-Städten verteilt, während Pflegeheime häufiger in B- und C-Städten erworben werden.
61 Prozent an in Projektentwicklungen zu investieren, oder diese im Rahmen einer Forward-Struktur zu erwerben. Weitere 14 Prozent passen derzeit ihre Anlagestrategie an, um zukünftig in diesem Bereich investieren zu können. Der Hauptgrund für dieses Interesse liegt in der ESG-Konformität vieler neuer Projektentwicklungen, die sie zu attraktiven Anlageprodukten machen. 25 Prozent der befragten Marktteilnehmer sind ausschließlich im Bereich Bestandsimmobilien engagiert.
