Union Investment hat eine Klimastrategie für das Portfoliomanagement verabschiedet. Noch vor 2050 will die Investmentgesellschaft Klimaneutralität in ihrem Wertpapierportfolio erreichen. Besonders das Ende der Kohleförderung steht im Mittelpunkt der Strategie.

Union Investment kündigt an, ihr Wertpapierportfolio noch vor 2050 komplett klimaneutral zu gestalten. „Unser Ziel ist, mit unseren Investments in der Breite einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die von uns verwalteten Kundengelder zukunftsfähig auszurichten“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. „Das erfordert erhebliche Anpassungen bei den Prozessen im Portfoliomanagement.“

Aus für die Kohlefinanzierung

Der Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt hatte bereits im vergangenen Jahr den vollständigen Ausstieg aus der Finanzierung von Kohleförderung und Kohleverstromung beschlossen.

Momentan investiert Union Investment noch in Unternehmen, die regelmäßig bis zu 5 Prozent ihres Umsatz mit Kohleförderung erwirtschaften. Bis zum Jahr 2025 soll diese Zahl bei null liegen. Bis 2035 will sie außerdem kein Geld mehr in Stromversorger investieren, die Kohlestrom erzeugen. Aktuell werden Stromversorger erst ausgeschlossen, wenn sie mehr als 25 Prozent ihrer Energie mittels thermaler Kohle erzeugen und keine glaubwürdige Klimastrategie vorweisen bzw. ihre Meilensteine beim Übergang zur Klimaneutralität wiederholt verfehlen.

Union Investment setzt auf Transformation: „Klimaneutralität im Wertpapierportfolio ist nur erreichbar, wenn die Unternehmen, in die wir investieren, klimaneutral werden. Wir setzen hier auf das Prinzip einer glaubwürdigen Transformation“, bekräftigt Reinke.

„Klimaneutralität im Wertpapierportfolio ist nur erreichbar, wenn die Unternehmen, in die wir investieren, klimaneutral werden. Wir setzen hier auf das Prinzip einer glaubwürdigen Transformation.“ – Hans Joachim Reinke

Vermögensverwalter müssen aufholen

Zuletzt bemängelte eine Studie mehrerer Umweltschutzorganisationen, unter anderem von Reclaim Finance, die Klimaschutzstrategien großer Vermögensverwalter. Union Investment punktet demnach zwar mit der öffentlichen Bekenntnis weniger in Kohle zu investieren, allerdings sehen die Studienautoren bei allen Vermögensverwaltern noch großen Nachholbedarf bei der Abkehr von der Kohlefinanzierung.

Positiv bewerten die Studienautoren die Initiative „Net Zero Asset Managers“. Dieser möchte Union Investment beitreten. Im Rahmen der globalen Initiative verpflichten sich Vermögensverwalter, die Anlageportfolios bis spätestens 2050 zu dekarbonisieren und das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen. Bisher hat die Initiative bereits 128 Unterzeichner, darunter beispielsweise Amundi und Axa Investment Manager.

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