Die DekaBank bündelt ihr Blockchain-Know-How in der SWIAT GmbH. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft ist Henning Vollbehr.

Kern der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der DekaBank ist die Transaktions- und Innovationsplattform SWIAT (Secure Worldwide Interbank Asset Transfer).

Auf dieser Plattform können Wertpapierprozesse über die Blockchain digitalisiert werden. Wofür bislang – beispielsweise bei der Emission eines Wertpapiers – aufwendige Abstimmungen und Dokumentationen bis hin zur klassischen Papierurkunden notwendig waren, reichen nun schon wenige Klicks. Die Umsetzung erfolgt in Echtzeit. Dabei werden die Prozesse nicht nur effizienter, schneller und günstiger, sondern auch sicherer.

Die DekaBank will SWIAT zu einem Marktkonsortium aufbauen und bietet Banken, Asset Managern und Infrastruktur-Dienstleistern an, Teil der Plattform zu werden und offene Schnittstellen zu nutzen. Die Plattform stellt hierfür eine gemeinsame Blockchain-Infrastruktur zur Verfügung, auf der die Teilnehmer eigene Produkte entwickeln und an den Markt bringen können.

„SWIAT stößt die Tür in die neue Finanzwelt auf. Auf der Plattform können Finanzinstitute innovative Geschäftsmodelle entwickeln und die Infrastruktur für ein neues digitales Finanzökosystem entscheidend mitprägen“, sagt Henning Vollbehr, Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft.

SWIAT: Standards für Wertpapierabwicklung

Mittels SWIAT sollen die noch weitgehend fragmentierten Prozesse innerhalb der Branche abgelöst werden und gemeinsame Standards für die internationale Wertpapierabwicklung geschaffen werden. „Die Digitalisierung wird die Finanzmärkte in den nächsten Jahren deutlich verändern. Finanzmarktteilnehmer müssen sicherstellen, dass sie anschlussfähig bleiben. Das wird nur gelingen, wenn wir bei Infrastrukturthemen kooperieren. SWIAT bietet diese Chance“, sagt Martin K. Müller, Vorstandsmitglied der DekaBank. Die Plattform nutze die Prozesse und Mechanismen der teilnehmenden Institute und lasse sich in deren bestehende Infrastruktur integrieren.

Vollbehr, der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, ist Diplom-Mathematiker. Er war zuvor bei der HSH Nordbank Derivatehändler und zuständig für die quantitative Analyse, bevor er 2006 zur Deka wechselte. Hier baute er das Trading Desk für Aktienderivate und strukturierte Produkte auf. Zuletzt verantwortete er die Weiterentwicklung der Front-Office-Systeme des Kapitalmarktgeschäfts und war zudem der Projektleiter für SWIAT.

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