Die deutsche Fondsbranche hat einen Grund zu feiern: In den ersten sechs Monaten 2023 konnte sie das von ihr für institutionelle und private Anleger verwaltete Vermögen um rund 5 Prozent steigern und knackte mit 4.001 Milliarden Euro die Marke von vier Billionen Euro. Das geht aus der aktuellen Statistik des Fondsverbandes BVI hervor. Institutionelle Investoren hielten sich im Vergleich zum Vorjahr aber zurück. Legten sie von Januar bis Juni 2022 noch 47,1 Milliarden Euro an neuen Mitteln in Spezialfonds an, waren es jetzt nur 18,5 Milliarden Euro. Mit einem verwalteten Vermögen von 2.015 Milliarden Euro bilden Spezialfonds aber weiterhin die größte Fondsgruppe in Deutschland.
Quelle: BVI
Bei Immobilienfonds, die 1,1 Milliarden Euro an Neumitteln generieren konnten, haben Spezialfonds ihren Anteil in den Bereichen Wohnen und Lagerhallen signifikant erhöht. Reduziert haben sie ihre Exposures hingegen bei Handel/Gastronomie sowie Büro/Praxis. Letztere machen mit einem Drittel aber noch immer den größten Anteil in den Portfolios aus.
Nutzungsarten Immobilien
(in Prozent der Netto-Sollmieterträge)
Quelle: BVI
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.




